Das Krankenhaus Bethanien bietet eine neue Behandlungsmethode an. Die Stationsleiterin der Station BC3 im Krankenhaus Bethanien, Mareike Frenck, ist laut einer Pressemitteilung des Krankenhauses seit Ende April Expertin für Aromapflege und unterstützt nun ärztlich angeordnete Therapien durch dieses Verfahren.

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Unter Aromapflege versteht man „die Anwendung von ätherischen Ölen, Fettpflanzenölen oder Pflanzenwassern in der Krankenpflege“, lautet es in der Mitteilung. Als Teilbereich der Aromakunde soll die Aromapflege die Selbstheilungskräfte des Körpers aktivieren und zu einem besseren Allgemeinbefinden der Betroffenen führen. Dadurch, dass es sich um Aromapflege und nicht -therapie handle, sei es eine Kassenleistung für Patienten, erklärt das Krankenhaus Bethanien auf Nachfrage der Redaktion.

Krankenhaus Bethanien: Aromapflege als ergänzende Methode

Mareike Frenck absolvierte laut Krankenhaus-Mitteilung eine zweieinhalbjährige Ausbildung an einem freien Institut in Süddeutschland, das sich auf die Themen Aromatherapie und Aromapflege spezialisiert hat. Nun begleite sie ärztlich angeordnete Therapien ergänzend aus Sicht der Aromapflege: „Wenn ich mit meinem Wagen über die Gänge gehe, um Patientinnen und Patienten zu besuchen, eilt mir der Duft der Öle bereits voraus“, erzählt Mareike Frenck. Die Anwendung werde von Patienten teilweise durchaus auch kritisch wahrgenommen und als esoterisch empfunden. Dabei sei die wohltuende Wirkung von ätherischen Ölen durch Studien längst belegt, so Frenck. „Zu moderner Pflege gehört dieser Bereich – meiner Meinung nach – dazu.“

Die Anwendung erfolge zum Beispiel durch Präparierung von OP-Hemd-Kompressen, die für Ruhe und Entspannung vor einem Eingriff sorgen könnten. Auch Riechstifte mit individuell abgestimmten Düften könnten beruhigend wirken und beispielsweise einer Patientin mit Brustkrebs dabei helfen, einen Tag mit vielen Untersuchungen gut zu überstehen.

Aromapflege soll fest im Krankenhaus Bethanien verankert werden

Auch in der Gefäßchirurgie komme die Aromapflege zum Einsatz, beispielsweise bei der Wund- oder Hämatompflege. Bei jungen Müttern und deren Kindern könne sie ebenfalls unterstützen, sowie bei Palliativ- oder Intensivpatienten. Wichtig sei laut Frenck, dass Patienten aktiv mitentscheiden können: „Wir überlegen gemeinsam, welcher Duft gefällt und passen könnte. Im Anschluss stelle ich etwas Passendes zusammen.“ Das fördere auch die Selbstpflegekompetenz.

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Die Form der Pflegeexpertise sei etwas Besonderes, betont die Pflegedirektorin Angelika Linkner: „Langfristig ist es unser Ziel, dass pro Station eine Person den Grundkurs zur Aromapflege absolviert und so als Multiplikatorin bzw. Multiplikator für alle weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf der Station dienen kann.“

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Auch Dr. Ralf Engels, Vorstand der Stiftung, freut sich über das ergänzende Angebot und sieht es laut Mitteilung des Krankenhauses Bethanien als „Pluspunkt in der Behandlung und Versorgung unserer Patientinnen und Patienten“. Rund 200 Menschen hat Frenck bereits in diesem Jahr beraten: „Ich möchte die Aromapflege im Haus etablieren und mein Wissen zu einem Thema, für das ich wirklich brenne, weitergeben“, so Mareike Frenck.