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Berlin – Wolfgang Kubicki (74) gewinnt den Machtkampf um die FDP-Spitze! Der langjährige Parteivize soll die Liberalen nun aus der Krise führen. Sein einziger Gegenkandidat für den Vorsitz der Bundespartei, NRW-FDP-Chef Henning Höne (39), zog laut einem Bericht der Welt (gehört wie BILD zu Axel Springer) seine Kandidatur kurz vor dem Parteitag überraschend zurück.
Eigentlich sollte es auf dem Parteitag Ende Mai zum Duell zwischen Kubicki und Höne kommen. Doch nach WELT-Informationen wollte die Partei eine offene Konfrontation und gegenseitige Beschädigungen verhindern. Statt eines Machtkampfs setzen die Liberalen jetzt auf Geschlossenheit. Bereits zuvor hatte Noch-FDP-Chef Christian Dürr (49) auf eine Kandidatur verzichtet, nachdem Kubicki seinen Anspruch auf den Parteivorsitz angemeldet hatte.

Henning Höne hat überraschend bekannt gegeben doch nicht gegen FDP-Urgestein Kubicki zu kandidieren
Foto: Christoph Soeder/dpa
Kubicki soll FDP aus der Krise führen
Kubicki soll die FDP als Übergangschef stabilisieren und die Partei geeint in die kommenden Landtagswahlkämpfe führen. Hintergrund ist die schwere Krise der Liberalen nach dem Ausscheiden aus dem Bundestag. Eine dauerhafte Lösung für die Parteispitze ist der 74-Jährige allerdings offenbar nicht – langfristig soll ein jüngerer Nachfolger aufgebaut werden. Trotz seines Rückzugs bleibt Höne deshalb ein zentraler Mann der Partei. Der NRW-Politiker führt den größten FDP-Landesverband und ist Fraktionschef in einem der wenigen Landtage, in denen die Liberalen überhaupt noch vertreten sind. Intern gilt der 39-Jährige weiter als Hoffnungsträger für die Zukunft.
„Jetzt heißt es Kubicki-Höne“
Im Doppelinterview mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ bemühten sich beide Politiker demonstrativ um Einigkeit. „Wir müssen alle zusammenführen, denen Freiheit wichtig ist. Und das muss schnell geschehen“, sagte Höne mit Blick auf die Krise der Bundesregierung und die Lage der FDP. Kubicki kündigte zugleich an, Höne künftig eng einzubinden. Der Parteiveteran erinnerte an seine frühere Zusammenarbeit mit Christian Lindner nach der FDP-Pleite 2013. „Damals hieß das Team Lindner-Kubicki, jetzt heißt es Kubicki-Höne“, sagte Kubicki.