Die Fußballer von Rheinland Hamborn haben das Meisterschaftsrennen in der Bezirksliga, Gruppe 5, am vergangenen Spieltag unfreiwillig wieder spannend gemacht. Nachdem der Tabellenführer mit 1:2 bei der zweiten Mannschaft des VfB Homberg unterlag und Duisburg 08 mit 3:2 bei Meiderich 06/95 gewann, beträgt der Rückstand des Verfolgers vor den letzten drei Spielen nur noch einen Punkt.
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„Homberg hat vier U19-Spieler hochziehen können, während wir einige Ausfälle hatten. Auch wenn sie den Siegtreffer in der letzten Minute durch einen Sonntagsschuss erzielt haben, war der Sieg nicht vollkommen unverdient. Ein 1:1 wäre aber wahrscheinlich gerechter gewesen“, ordnet Julien Schneider ein.
Im Gegensatz zu vielen Beobachtern hat den Hamborner Trainer die Niederlage seines Teams beim Tabellendreizehnten nicht überrascht: „Das hat sich abgezeichnet, da wir seit Wochen mit Verletzungen, angeschlagenen Spielern oder Sperren zu kämpfen haben. Irgendwann erwischt es dich dann einfach.“ Die erste Niederlage seit November bereitet dem Trainer des Tabellenführers keine Sorgen: „Es ist wichtig, wie wir jetzt darauf reagieren. Wir konnten uns unter der Woche regenerieren und sind jetzt sehr ordentlich aufgestellt für den Schlussspurt.“

Der startet für Rheinland am Samstag mit einem Heimspiel gegen den 1. FC Mülheim (18 Uhr). Das Team aus Styrum braucht selbst noch dringend Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. „Das spielt für uns keine Rolle. Zu diesem Zeitpunkt der Saison ist es egal, gegen wen es geht. Ich glaube nicht, dass wir uns jetzt nach anderen Mannschaften richten müssen – und das meine ich ganz bescheiden.“ Dennoch dürften die Hamborner wohlwollend zur Kenntnis nehmen, dass mit Hatim Bentaleb der mit Abstand beste Spieler der Mülheimer gelbgesperrt ausfällt. Bei den Hambornern kehren derweil einige Spieler, unter anderem Efe Aris in der Offensive, zurück.
Die Brust der Hamborner ist trotz der vergangenen Niederlage breit. „Wir haben eine Superserie hingelegt. Wir haben sieben Punkte auf den damaligen Tabellenführer aufgeholt, spielen mit Abstand die beste Rückrunde der Liga und haben zwölf Heimspiele in Folge gewonnen. Ein potenzieller Aufsteiger zeichnet sich auch dadurch aus, mit Niederlagen umzugehen und resilient zu sein. Da sind wir jetzt am Zug“, schildert Julien Schneider, der mit einem Sieg im Rücken am Sonntag das Heimspiel von Duisburg 08 gegen Schwarz-Weiß Alstaden (15.30 Uhr) verfolgen will: „Ein leichtes Spiel wird 08 da auch nicht haben.“
tiwi