Wuppertal und Leistungssport, das ist eine schwierige Beziehung geworden. Vom Glanz früherer Jahrzehnte, als aus Wuppertal serienweise Deutsche Meister und international erfolgreiche Athleten und Teams etwa in der Leichtathletik, im Schwimmen, im Kanufahren, im Basketball, im Volleyball, im Wasserball (sicher habe ich noch einiges vergessen) kamen, ist nicht allzu viel übrig geblieben, wenn man mal vom Bergischen HC in der 1. Handball-Bundesliga absieht. Das mag einerseits daran liegen, dass das Geld bei den Firmen nicht mehr so locker sitzt und auch daran, dass man lieber den Breitensport unterstützt, was ganz sicher eine gute Sache ist und wo Wuppertal sich sehen lassen kann. Umso mehr sollte man dennoch froh sein, dass es noch Vereine wie den SV Bayer gibt, die sich in einer klassischen olympischen Sportart wie dem Schwimmen weiter zum Leistungssport bekennen. Mit der Schwimmoper und dem Schwimmleistungszentrum haben wir hier infrastrukturell Top-Bedingungen, die es zu pflegen und zu nutzen gilt.
Danke dafür an Bayer und andere Unterstützer! Dennoch sollte man es nicht einfach abtun, wenn ein ehemaliger Schwimm-Bundestrainer Hinweise gibt, wie es vielleicht noch besser geht. Der Rücktritt von Henning Lambertz als Bayer-Coach ist in erster Linie natürlich eine persönliche Entscheidung. Vielleicht regt er aber auch zum Nachdenken an. Leistungssport erfordert besondere Anstrengungen nicht nur von Athleten. Das sollte auch in einer Stadt wie Wuppertal, die sich an einer Olympiabewerbung beteiligt, gesehen werden.