Vor allem gestiegene Kosten für Personal, Energie und Künstler machen dem „objekt klein a“ zu schaffen. Dass der Club trotzdem überleben kann, liegt auch daran, dass er einer der wenigen ist, die institutionell gefördert werden – von der Stadt Dresden. „Das sind bei uns so vier bis sechs Prozent unserer jährlichen Ausgaben. Also wir können damit so ungefähr die Hälfte eines Monats im Jahr finanzieren,“ erklärt Josefine Went.

Uns geht’s so schlecht und so gut, dass wir keine Handbreit Wasser unterm Kiel haben und gerade so durchkommen.

Josefine Went | Co-Geschäftsführerin „object klein a“

Die Club-Betreiberin ist froh über die Förderung, sagt aber auch, dass Clubs wie ihrer eigentlich mehr Geld und vor allem eine langfristige und sichere Förderung bräuchten, wie sie zum Beispiel Orchester und Theater bekommen. Dass andere Kulturorte gefördert werden, finde sie total wichtig, und sie wolle nicht, dass da eine Neiddebatte aufkommt, betont Went: „Uns geht es ja nicht darum, zu sagen, wir möchten die Förderung der Anderen, uns geht es darum, zu sagen, wir wollen einfach auch so gefördert werden, dass wir langfristig überleben können und halt nicht immer wieder nicht wissen, ob es uns das nächste Jahr noch gibt.“

Eine Förderung aus öffentlichen Mitteln befürworten wir nicht.

Mischa Woitschek | Geschäftsführer sächsischer Städte- und Gemeindetag

Der sächsische Städte- und Gemeindetag lehnt diese Forderung ab. Geschäftsführer Mischa Woitschek teilte auf Anfrage von MDR AKTUELL schriftlich mit: „Bei Clubs und Diskotheken handelt es sich in der Regel um Unternehmen, die am Markt agieren. Eine Förderung aus öffentlichen Mitteln befürworten wir nicht. Zumal die überaus angespannte kommunale Finanzlage keinen Spielraum für die Ausweitung von öffentlichen Zuschüssen hergibt.“

Live Initiative Sachsen will Fördergeld vom Land

Die Live Initiative Sachsen setzt sich dafür ein, dass Clubs künftig ähnlich gefördert werden wie Theater. Das Lobbynetzwerk will die Förderung aber nicht von den Kommunen, sondern vom Land. Sascha Möckel von der Initiative: „Auf Landeseben gibt es ein Kulturraumgesetz und eine strukturelle Förderung, und dort wünschen wir uns, dass die Clubkultur mit reinrutscht. Und, um mal Zahlen zu nennen, zwei Prozent der Fördermittel hätten wir gern. Um das auf eine Zahl zu bringen: zwei Millionen Euro.“