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Das große Wiedersehen der Helden von 2006 – und plötzlich ist dieses Gefühl wieder da. Es sind Bilder, die Millionen Fußball-Fans mitten ins Herz treffen.

Oliver Kahn (56), Jens Lehmann (56), David Odonkor, Philipp Lahm, Marcell Jansen – alte Weggefährten, alte Freunde. Männer, die uns vor fast 20 Jahren einen Sommer schenkten, den Deutschland niemals vergessen wird.

Dazu schreibt Titan Oliver Kahn schlicht:

„20 Jahre Sommermärchen. Schön, so viele alte Bekannte wiederzusehen!“

So sehen glückliche WM-Helden aus (von links oben nach rechts unten): Marcell Jansen, Jens Nowotny, Thomas Mai (Zeugwart), Philipp Lahm, Gerald Asamoah, David Odonkor und Oliver Kahn

So sehen glückliche WM-Helden aus (von links oben nach rechts unten): Marcell Jansen, Jens Nowotny, Thomas Mai (Zeugwart), Philipp Lahm, Gerald Asamoah, David Odonkor und Oliver Kahn

Foto: Oliver Kahn/Instagram

Und sofort sind sie wieder da: Die Erinnerungen an laue Sommerabende. An Fahnen aus Autofenstern. An hupende Korsos. An „Public Viewing“ mit wildfremden Menschen, die sich plötzlich in den Armen lagen.

Die WM 2006 war mehr als nur ein Fußballturnier. Sie war ein Gefühl.

Ganz Deutschland war damals vereint – in Hoffnung, Euphorie und dieser unglaublichen Lust auf Fußball. Wochenlang schien das Land nur noch in Schwarz-Rot-Gold zu leuchten. Menschen feierten friedlich auf den Straßen, Familien, Freunde und ganze Städte rückten zusammen.

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Und mittendrin: Jürgen Klinsmanns (61) Mannschaft, die niemand so richtig auf dem Zettel hatte – und die plötzlich ganz Deutschland verzauberte.

Da war Philipp Lahms Traumtor im Eröffnungsspiel gegen Costa Rica. Da war das nervenaufreibende Elfmeterschießen gegen Argentinien im Viertelfinale – mit Jens Lehmanns legendärem Spickzettel.

Da war Miroslav Klose (47), der Tor um Tor traf und dank fünf Treffern den „Goldenen Schuh“ erhielt.

Miro Klose und sein Salto nach seinem Führungstreffer gegen Ecuador

Miro Klose und sein Salto nach seinem Führungstreffer gegen Ecuador

Foto: Peter Müller

Und da war dieses Gefühl: „Wir können tatsächlich Weltmeister werden!“

Am Ende platzte der große Traum im Halbfinale gegen Italien. Zwei späte Gegentore in der Verlängerung – ein kollektiver Herzschmerz für das ganze Land.

Doch die Mannschaft stand wieder auf. Im Spiel um Platz 3 besiegte Deutschland Portugal mit 3:1. Ein versöhnlicher Abschluss. Offiziell nur Bronze. Für viele fühlte es sich damals trotzdem wie ein Titel an.

Jürgen Klinsmann und Joachim Löw feierte den Sieg im Spiel um Platz 3

Jürgen Klinsmann und Joachim Löw feierten den Sieg im Spiel um Platz 3

Foto: dpa

Denn diese WM hat etwas geschafft, das weit über Fußball hinausging. Sie hat ein Land begeistert, emotionalisiert und zusammengebracht. Deutschland zeigte sich offen, fröhlich und voller Lebensgefühl – wie vielleicht nie zuvor. Jetzt, fast zwei Jahrzehnte später, treffen sich die Helden von damals wieder. Ein paar graue Haare mehr, ein paar Lachfalten tiefer. Doch auf den Bildern sieht man sofort: Diese Verbindung ist geblieben.

Und mit ihr die Erinnerung an einen Sommer, den wir alle nie vergessen werden.