Irritierende und verunsichernde Post landet derzeit in zahlreichen Oberhausener Haushalten. Die Absender fordern darin dazu auf, den Stromzähler zu wechseln und sogenannte intelligente Zähler (Smart Meter) einbauen zu lassen. Sowohl der heimische Energieversorger EVO als auch die Verbraucherzentrale warnen vor diesen Schreiben.

Keine Werbeaktion des Oberhausener Stromversorgers

Die EVO stellt zunächst einmal klar, dass die Oberhausener Netzgesellschaft, die für die Stromversorgung zuständige EVO-Unternehmenstochter, in keinem Zusammenhang mit den Briefen steht. „Es handelt sich um Werbeaktionen wettbewerblicher Messstellenbetreiber, nicht um Informationen der Netzgesellschaft oder des Gesetzgebers.“

Das Unternehmen empfiehlt eindringlich, sich nicht durch vermeintliche Fristen oder kostenlose Angebote verunsichern oder unter Druck setzen zu lassen. „Beim regulären Zählertausch durch die Oberhausener Netzgesellschaft entstehen keine zusätzlichen Installationskosten; die Preise für den Messstellenbetrieb sind gesetzlich geregelt“, betont der Energieversorger.

Kontaktadressen für die Verbraucher

Wenn Bürger Fragen haben oder sich unsicher fühlen, können sie auch folgende Kontaktadressen nutzen: info@ob-netz.de oder 0208 835-3000. Überdies stehen die Bundesnetzagentur (bundesnetzagentur.de) und die Verbraucherzentrale NRW (www.verbraucherzentrale.nrw/node/13275) mit Informationen zur Verfügung.

Eine Einbaupflicht für Smart Meter besteht nach Aussagen des heimischen Versorgers und der Verbraucherschützer nur in folgenden Fällen: Der jährliche Stromverbrauch liegt über 6000 Kilowattstunden, der Kunde nutzt eine Wärmepumpe oder eine Wallbox oder eine Photovoltaikanlage ab einer Leistung von sieben Kilowatt.

Bis 2032 soll der Austausch von Zählern erfolgen

Laut Verbraucherzentrale sollen bis 2032 alle Haushalte über einen modernen Zähler verfügen, der das jetzige analoge Modell ablöst. Das Gerät speichert Verbrauchswerte des letzten Tages, Monats oder Jahres ab, kann aber keine Daten senden. Die Zählerstände müssen auch weiterhin abgelesen werden.

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Das wiederum entfällt bei einem Smart Meter. Dieser „intelligente Zähler“ kann dank eines speziellen Moduls die Daten zum Stromverbrauch versenden. Die Installation erfolgt durch den Netzbetreiber, also die Oberhausener Netzgesellschaft.