Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) Brandenburg beklagt zwei Jahre nach der Einführung, im Alltag führe die Bezahlkarte zu „erheblichen Diskriminierungen, Einschränkungen und erschwert gesellschaftliche Teilhabe“. Wiebke Bartelt, zuständige AWO-Referentin für Integration und Flucht und bündnisgrüne Stadtverordnete in Potsdam, wird konkreter: Überall, wo Bargeld nötig sei, stießen Geflüchtete schnell an Grenzen. Etwa auf dem Flohmarkt, im Second-Hand-Laden, an der Eisdiele – oder auch, wenn die Kinder Geld für Material oder Ausflüge mit in die Schule bringen müssten. „Und der Sportverein hat kein Lesegerät, die Kita nicht, die Musikschule auch nicht“, stellt Bartelt fest.