Wer eine Baufinanzierung plant, sollte die aktuellen Bauzinsen genau im Blick behalten – denn schon geringe Zinsveränderungen können die monatliche Belastung merklich verschieben. Was Kreditnehmer derzeit konkret zahlen, zeigt ein Beispiel mit den Konditionen gängiger Vermittler.
Unsere Kredit-Zinsen-Übersicht informiert regelmäßig über die derzeitigen Konditionen für Immobilienfinanzierungen. Zusätzlich zu den aktuellen Bauzinsen verschiedener Anbieter finden Sie Tipps für die Vorbereitung und den Antrag Ihres Immobilienkredits. Wichtig: Welcher Zinssatz im Einzelfall gilt, hängt von der individuellen Bonität ab.
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15. Mai: Beste Bauzinsen zum Wochenende

Bei den Bauzinsen zeigt sich ein leichter Abwärtstrend. Wie sich das in den Konditionen bemerkbar macht, zeigt eine Beispielrechnung.
© Getty Images/ iStock | Sezeryadigar
Wer aktuell eine Baufinanzierung sucht, stößt auf ein uneinheitliches Marktbild: Die Konditionen der Kreditvermittler unterscheiden sich teils erheblich. Ein konkretes Beispiel verdeutlicht die Unterschiede: Ein Paar möchte eine Bestandsimmobilie für 400.000 Euro kaufen und bringt 80.000 Euro Eigenkapital mit. Finanziert werden soll mit einer Zinsbindung von zehn Jahren und einer anfänglichen Tilgungsrate von zwei Prozent.
Quelle: Eigene Recherche mit den Kreditrechnern der jeweiligen Anbieter
Das günstigste Angebot kommt von Dr. Klein*, mit einem effektiven Zinssatz von 3,74 Prozent und einer Rate von 1657 Euro. Danach folgt Interhyp* mit einem Zinssatz von 3,79 Prozent und einer monatlichen Rate von rund 1672 Euro. Damit ist das Angebot rund 20 Euro teurer. Eine größere Differenz gibt es im Vergleich zur DTW Immobilienfinanzierung*. Hier liegt der Jahreszins bei 3,96 Prozent, die monatlichen Kosten belaufen sich auf 1717 Euro. Das Schlusslicht bildet die Baufi24* mit einem effektiven Jahreszins von 3,97 Prozent und einer monatlichen Rate von 1721 Euro. Damit liegt das Angebot rund 64 Euro über dem von Dr. Klein.
Einen weiterführenden Vergleich zeigt unser Artikel „Dr. Klein, Interhyp oder Baufi24? Klare Unterschiede bei Bauzinsen“. Dazu spannend kann auch ein Blick auf das Angebot der Sparkassentochter 1822direkt sein, die ebenfalls als Vermittler auftritt.
Wichtig: Die Zinssätze einer Baufinanzierung sind nicht für jeden gleich und richten sich nach den individuellen Finanzen des Kreditnehmers. Eine zentrale Rolle spielen die Bonität, die die Kreditwürdigkeit angibt, das eingebrachte Eigenkapital und der aktuelle Marktwert der Immobilie. Je besser diese Faktoren ausfallen, desto günstiger sind in der Regel die angebotenen Konditionen. Mit dem Rechner können Sie ein erstes Beispiel durchrechnen:
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13. Mai: ING senkt Bauzinsen zum zweiten Mal in Folge

Im Mai verändern sich die Bauzinsen bei einigen Banken. Auch die ING bietet nun bessere Konditionen.
© Christin Klose/dpa-tmn | Christin Klose
Die ING* senkt nun zum zweiten Mal im Mai die Bauzinsen. „Aufgrund der Situation an den Geld- und Kapitalmärkten senkt die ING die Konditionen für die Baufinanzierung in allen Segmenten um minus sieben Basispunkte“, heißt es von der Direktbank. Das zeigt sich auch im repräsentativen Beispiel.
Die ING legt der Berechnung folgende Bedingungen zugrunde: ein Darlehen von 300.000 Euro, eine Zinsbindung von 15 Jahren sowie eine anfängliche Tilgung von 3 Prozent. Der Sollzins liegt nun bei 4,20 Prozent jährlich, der effektive Jahreszins bei 4,31 Prozent – zuvor waren es 4,38 Prozent. Grundlage ist eine Beleihung von 85 Prozent. Das heißt, die Bank finanziert 85 Prozent des Immobilienwerts.
Durch die Zinsänderung wird die monatliche Rate günstiger: Kreditnehmer zahlen jetzt 1800,00 Euro pro Monat statt wie zuvor 1817,50 Euro. Das sind etwa 18 Euro weniger im Monat oder rund 210 Euro weniger im Jahr bei gleichbleibender Tilgung. Im Marktvergleich ist das Angebot der ING zwar nicht das günstigste – aber vergleichsweise solide.
Nach Angaben des Kreditvermittlers Dr. Klein* bewegen sich Top-Zinsen für Baufinanzierungen je nach Sollzinsbindung aktuell zwischen 3,69 und 4,27 Prozent. Mit einem Sollzins von 4,20 Prozent liegt die ING am oberen Ende dieser Spanne. Der Finanzierungsvermittler Interhyp* weist derzeit einen üblichen Sollzins von 4,13 Prozent für fünfzehnjährige Darlehen aus – in diesem Fall liegt die ING nach wie vor darüber. Allerdings bietet die ING* auch mehrere Zinsrabatte, die greifen können. Welche das sind und was Kreditnehmer bei der Baufinanzierung der ING beachten sollten, erklären wir in einem separaten Text.
12. Mai: Was für die Entwicklung der Bauzinsen jetzt wichtig ist

Zumindest kurzfristig halten die Experten der Allianz sinkende Bauzinsen für möglich.
© Getty Images | Artem Stepanov
Der Iran-Krieg hat die Bauzinsen deutlich in die Höhe getrieben – doch wie nachhaltig ist dieser Anstieg? Eine aktuelle Umfrage des Kreditvermittlers Interhyp zeigt, dass die Expertenmeinungen auseinandergehen: 80 Prozent der Befragten rechnen in den kommenden vier Wochen mit einem stabilen Zinsniveau, während lediglich 20 Prozent einen Rückgang erwarten. Zu dieser Minderheit zählen die Experten der Allianz. Die Profis gehen kurzfristig von sinkenden Bauzinsen aus, mittel- bis langfristig hingegen von einem gleichbleibenden Niveau. Warum?
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Kreditvermittler mit Top-Zinsen
Von Neubau- bis Immobilienfinanzierung

„Die Entwicklungen im Nahen Osten und an den Energiemärkten beeinflussen die Zinsmärkte derzeit erheblich“, so die Allianz-Experten. Die weiteren Verhandlungsergebnisse dürften sich dabei sowohl auf die Inflationserwartungen als auch auf mögliche Leitzinsanpassungen auswirken. „Sollten die Verhandlungen positiv verlaufen, könnte dies eine leichte Senkung der Bauzinsen zur Folge haben“, heißt es weiter.
Im Falle einer weiteren Eskalation hingegen wären aufgrund steigender Inflationssorgen Eingriffe der Notenbanken wahrscheinlich – was die Zinsen erneut nach oben treiben würde. Welche Prognosen es derzeit für den EZB-Leitzins 2026 gibt, lesen Sie in einem separaten Artikel.
11. Mai: Die PSD Bank Nürnberg hat ihre Zinsen für Immobilienkredite erhöht

Bei der PSD Bank sind die Zinsen für Immobilienkredite gestiegen. Ein Beispiel zeigt die Mehrkosten.
© Getty Images | Mesut Dogan
Bei den Bauzinsen zeigen sich derzeit uneinheitliche Entwicklungen. Während die ING ihre Zinsen für Baufinanzierungen zuletzt gesenkt hat (siehe Update vom 8. Mai), hat die PSD Bank Nürnberg* ihre Konditionen im Mai leicht angehoben. Die PSD Bank Nürnberg ist als Vermittler tätig und arbeitet mit unterschiedlichen Finanzierern zusammen.
Ende April lag der effektive Zins im repräsentativen Beispiel der Bank noch bei 3,56 Prozent, nun beträgt er 3,60 Prozent. Die PSD Bank Nürnberg weist den Zweidrittelzins für ihre Baufinanzierung auf Basis folgender Annahmen aus: Gesamtfinanzierung von 300.000 Euro, zehn Jahre Zinsbindung und eine anfängliche Tilgungsrate von einem Prozent. Die daraus resultierende monatliche Anfangsrate beträgt 1340,89 Euro (zuvor 1329,08 Euro). Daraus ergeben sich Mehrkosten von rund zwölf Euro im Monat. Doch wie schneiden die Zinsen im direkten Vergleich ab?
Was ist der Zweidrittelzins?
Der Zweidrittelzins gibt an, wie viel zwei Drittel der Kreditnehmer für einen Kredit höchstens zahlen. Ein Kreditinstitut muss zwei Drittel aller Kunden eine Finanzierung zu diesem oder einem niedrigeren Zins anbieten – und den Zins auch einsehbar angeben. Denn der Zweidrittelzins ist vom Gesetzgeber vorgeschrieben.
Nach Angaben des Kreditvermittlers Dr. Klein* bewegen sich Top-Zinsen für Baufinanzierungen je nach Sollzinsbindung aktuell zwischen 3,69 und 4,27 Prozent. Mit einem Sollzins von 3,54 Prozent liegt die PSD Bank Nürnberg unter dieser Spanne. Der Finanzierungsvermittler Interhyp* weist derzeit einen üblichen Sollzins von 3,92 Prozent für zehnjährige Darlehen aus – auch in diesem Fall liegt die PSD Bank Nürnberg* darunter.
8. Mai: ING senkt Bauzinsen – was der Immobilienkredit nun kostet

Bei der ING gehen die Konditionen für Baufinanzierungen wieder nach unten – wie viel Kreditnehmer jetzt sparen können.
© Getty Images/iStockphoto | justocker
Die ING* hat die Zinsen für Immobilienkredite erst kürzlich erhöht – nun gehen die Konditionen aber wieder nach unten: „Aufgrund der Situation an den Geld- und Kapitalmärkten senkt die ING die Konditionen für die Baufinanzierung um minus 0,07 Prozentpunkte über alle Zinsbindungen“, heißt es von der Direktbank. Ein repräsentatives Beispiel verdeutlicht, wie stark sich die Änderung auf die monatliche Belastung auswirken kann.
Die ING legt der Berechnung folgende Bedingungen zugrunde: ein Darlehen von 300.000 Euro, eine Zinsbindung von 15 Jahren sowie eine anfängliche Tilgung von 3 Prozent. Der Sollzins liegt nun bei 4,27 Prozent jährlich, der effektive Jahreszins bei
4,38 Prozent – zuvor waren es 4,45 Prozent. Grundlage ist eine Beleihung von 85 Prozent. Das heißt, die Bank finanziert 85 Prozent des Immobilienwerts.
Durch die Zinsänderung wird die monatliche Rate günstiger: Kreditnehmer zahlen jetzt 1817,50 Euro pro Monat statt wie zuvor 1835,00 Euro. Das sind etwa 18 Euro weniger im Monat oder 216 Euro weniger im Jahr bei gleichbleibender Tilgung. Im Marktvergleich ist das Angebot der ING zwar nicht das günstigste – aber vergleichsweise solide.
Nach Angaben des Kreditvermittlers Dr. Klein* bewegen sich Top-Zinsen für Baufinanzierungen je nach Sollzinsbindung aktuell zwischen 3,69 und 4,27 Prozent. Mit einem Sollzins von 4,27 Prozent liegt die ING noch genau in dieser Spanne. Der Finanzierungsvermittler Interhyp* weist derzeit einen üblichen Sollzins von 4,14 Prozent für fünfzehnjährige Darlehen aus – in diesem Fall liegt die ING darüber. Allerdings bietet die ING* auch mehrere Zinsrabatte, die greifen können.
7. Mai: Neue Experten-Umfrage zu Bauzinsen zeigt klaren Trend

Die Bauzinsen könnten künftig weiter steigen, vermuten Experten.
© Getty Images | Oranat Taesuwan
Laut einer aktuellen Umfrage des Kreditvermittlers Interhyp sehen Experten derzeit „kaum Spielraum“ für sinkende Bauzinsen. Interhyp befragt monatlich Banken zu ihrem Zinsausblick – und das Ergebnis fällt eindeutig aus: „Die Kapitalmarktzinsen werden weiterhin stark von den Ereignissen im Nahen Osten geprägt sein. Selbst bei einem schnellen Ende des Konflikts lässt sich die erste Inflationswelle nicht mehr abwenden – die EZB dürfte im Juni mit einer ersten Zinserhöhung reagieren.“
Für Immobilienkäufer bedeutet das laut Interhyp: Wer auf eine rasche Rückkehr zu niedrigen Zinsen hoffe, verkenne die aktuelle Marktrealität. Sollte der Inflationsdruck anhalten und die EZB weitere Schritte einleiten müssen, könnten die Kapitalmarktzinsen weiter steigen. Das spiegelt sich auch in den Prognosen wider: 80 Prozent der befragten Experten erwarten in den kommenden vier Wochen ein stabiles Zinsniveau, lediglich 20 Prozent rechnen mit einem Rückgang.
Langfristig sind sogar 60 Prozent der Fachleute pessimistischer gestimmt: „Längerfristig drohen höhere Bund-Renditen und damit steigende Bauzinsen – bedingt durch die Schuldenpolitik der Staaten.“ 40 Prozent halten hingegen gleichbleibende Zinsen für den Zeitraum von einem halben bis zu einem Jahr für möglich. Weitere Prognosen zu den Bauzinsen finden Sie in einem separaten Artikel.
6. Mai: Neue Bauzinsen bei Sparkassentochter 1822direkt

Die 1822direkt hat ihre Bauzinsen erhöht – dennoch stechen die Konditionen in einem direkten Vergleich positiv heraus.
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Die Zinssituation am Immobilienmarkt bleibt unruhig. Nachdem die ING diese Woche bereits ihre Bauzinsen nach oben korrigiert hat (siehe Update vom 4. Mai), folgt nun die Sparkassentochter 1822direkt* mit einer erneuten Konditionsanpassung. Das Kreditinstitut tritt auch als Vermittler auf und stellt nach eigenen Angaben Zugang zu Baufinanzierungen von mehr als 400 Partnern bereit.
Der repräsentative Effektivzins der 1822direkt liegt nun bei 3,76 Prozent p. a., gegenüber bislang 3,71 Prozent. Grundlage dieser Angabe ist ein Darlehen über 300.000 Euro mit zehnjähriger Zinsbindung und einem anfänglichen Tilgungssatz von 2 Prozent. Die monatliche Belastung erhöht sich dadurch von 1407,50 Euro auf 1417,50 Euro – ein Anstieg von 10 Euro monatlich bei unveränderter Tilgung, was auf Jahressicht 120 Euro ausmacht. Darüber hinaus weist das Institut auf einen Zinsaufschlag von 0,10 Prozentpunkten hin, der für Objekte anfällt, die nicht den Energieeffizienzklassen A oder A+ entsprechen.
Wie ordnet sich das Angebot im Marktvergleich ein? Gemäß dem Kreditvermittler Dr. Klein* liegen die besten Bauzinsen je nach Laufzeit derzeit zwischen 3,69 und 4,27 Prozent. Mit einem Sollzins von 3,67 Prozent bewegt sich die 1822direkt unterhalb dieser Bandbreite. Auch der Vergleich mit Interhyp* fällt positiv aus: Der dort angegebene marktübliche Sollzins für zehnjährige Darlehen beträgt aktuell 3,92 Prozent – die 1822direkt unterbietet diesen Wert. Hier geht es zum Angebot der 1822direkt*.
FAQ zu Bau-, Auto- und RatenkreditenWas ist ein Baukredit?
Ein Baukredit ist ein Darlehen, das speziell für die Finanzierung von Bauvorhaben oder den Kauf von Immobilien vorgesehen ist. Die Zinssätze sind oft über einen längeren Zeitraum festgeschrieben, um Planungssicherheit zu gewährleisten.
Wie unterscheiden sich Auto- und Ratenkredite?
Autokredite sind speziell für die Finanzierung von Fahrzeugen gedacht. Sie bieten oft günstigere Zinssätze und spezifische Konditionen. Ratenkredite hingegen sind vielseitiger und können für verschiedene Konsumzwecke verwendet werden.
Welche Faktoren beeinflussen die Zinssätze für Kredite?
Die Zinssätze für Kredite werden von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Dazu gehören die Leitzinsen der EZB, die Kreditwürdigkeit des Kreditnehmers und die spezifischen Konditionen der Bank.
Kann ich mehrere Kredite gleichzeitig haben?
Ja, es ist möglich, mehrere Kredite gleichzeitig zu haben. Allerdings sollten Verbraucher und Verbraucherinnen ihre finanzielle Belastbarkeit sorgfältig prüfen und Angebote vergleichen, um die besten Konditionen zu erhalten.
Wie sicher sind die Kredite bei verschiedenen Banken?
In Deutschland sind alle Bankeinlagen bis zu 100.000 Euro pro Kunde und Bank durch die Einlagensicherung geschützt. Dies gilt jedoch nicht für Kredite: Hier ist die Bonität des Kreditnehmers entscheidend.
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