Newsblog zum Krieg in Nahost
Trump: Uran-Bergung ist eher eine PR-Aktion
Aktualisiert am 16.05.2026 – 04:14 UhrLesedauer: 11 Min.
Donald Trump nach Ankunft am Weißen Haus: Er macht sich keine Sorgen um das iranische Uran. (Quelle: IMAGO/Eric Lee/imago)
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Die Waffenruhe im Libanon wird verlängert. Trump spielt die Uran-Bergung herunter. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Trump: Uran-Bergung nicht wirklich wichtig
US-Präsident Donald Trump hat dem US-Sender Fox News gesagt, das Ziel der USA, hochangereichertes Uran aus dem Iran zu bergen, diene „mehr der Öffentlichkeitsarbeit als irgendetwas anderem“. Er bekräftigte jedoch zugleich sein Engagement, das Nuklearmaterial zu entfernen.
Trump sagte in einem am Donnerstagabend in den USA ausgestrahlten Interview mit Fox News, die Mission zur Bergung des Urans, das vermutlich unter den Trümmern bombardierter Atomanlagen verschüttet liegt, könne als unnötig angesehen werden, da die USA die Anlagen rund um die Uhr überwachten.
VAE: Militäroperationen gegen Iran dienen nur der Verteidigung
Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) verteidigen ihre jüngsten militärischen Handlungen als rein defensive Maßnahmen zur Wahrung ihrer Souveränität. Alle ergriffenen Schritte dienten dem Schutz der Zivilbevölkerung sowie der lebenswichtigen Infrastruktur, teilte das Außenministerium mit. Die Zeitung „Wall Street Journal“ hatte am Montag berichtet, dass die VAE Anfang April militärische Operationen gegen den Iran vorgenommen hätten. In der Mitteilung des Ministeriums wurden diese mutmaßlichen Angriffe jedoch nicht explizit erwähnt.
Angriff im Libanon
Bei einem mutmaßlich von Israels Armee geführten Angriff im Süden des Libanons sind einem Medienbericht zufolge sechs Menschen getötet worden. Drei der Todesopfer bei der Attacke auf ein Zentrum des Zivilschutzes im Bezirk Nabatieh seien Sanitäter gewesen, meldete die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA. Weitere 22 Menschen seien bei dem Angriff verletzt worden. Das israelische Militär äußerte sich zunächst nicht dazu.
USA: Waffenruhe zwischen Israel und Libanon wird verlängert
Israel und der Libanon verlängern nach Angaben der USA die bestehende Waffenruhe um 45 Tage. Die am 16. April erklärte Einstellung der Feindseligkeiten werde ausgedehnt, um weitere Fortschritte zu ermöglichen, teilt das US-Außenministerium mit. Die Verhandlungen zwischen den beiden Ländern sollen am 2. und 3. Juni fortgesetzt werden.
Iran: Hoffen, dass Vernunft in das Weiße Haus zurückkehrt
Irans Außenminister hat die Außenpolitik der USA scharf kritisiert. Bei einer Pressekonferenz in Neu-Delhi warf Chefdiplomat Abbas Araghtschi der US-Regierung widersprüchliche Signale in der Kommunikation vor. „Die Botschaften, die wir von amerikanischer Seite erhalten, unterscheiden sich täglich. (…) Manchmal erhalten wir sogar an einem einzigen Tag mehrere unterschiedliche Botschaften“, sagte Araghtschi.
Als Beispiel nannte der Minister Äußerungen von US-Präsident Donald Trump, der sich über einen Verhandlungsvorschlag aus dem Iran empört hatte. „Danach erhielten wir jedoch erneut Botschaften von amerikanischer Seite, die zeigten, dass sie an der Fortsetzung der Gespräche und der weiteren Interaktion interessiert sind“, sagte Araghtschi bei der Pressekonferenz am Rande des Außenminister-Treffens der Brics-Staatengruppe.
