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Alexander Ende (46) schaute durch ein Fenster der Geschäftsstelle von Fortuna Düsseldorf – und sah, wie der Arena-Rasen liebevoll gepflegt wurde. Dabei wird der Platz in Kürze durch Konzerte von Robbie Williams und im Juli durch die Ehrenmitglieder des Klubs, „Die Toten Hosen“, ruiniert sein und neu verlegt werden müssen. Ende erfuhr: Die aktuelle Pflege läuft nur mit Blick auf ein drohendes Relegations-Rückspiel am 26. Mai (20.30 Uhr) so penibel. Da grinste er nur – denn genau das wollen er und seine Jungs am letzten Spieltag der 2. Liga verhindern.

Sie haben in Fürth (Sonntag, 15.30 Uhr/Sky) alles in den eigenen Händen. Ein Sieg – und der neue Coach hätte in seinem fünften Fortuna-Spiel nach einer grottenschlechten Saison mit seinem dritten Erfolg den Klub gerettet.

Bis zu 5000 Düsseldorfer reisen an

Showdown am letzten Spieltag in Fürth – bis zu 5000 Düsseldorfer werden das 16.000 Besucher fassende Stadion am Ronhof zu einem Heimspiel machen wollen. Für Ende ist es das vielleicht wichtigste Spiel seiner Trainerlaufbahn: „Es ist extrem wichtig. Letzter Spieltag, du willst und musst es schaffen, diesen Abstieg zu verhindern. So ein Spiel in dieser Konstellation hatte ich als Trainer noch nicht.“

Trotzdem wirkt er nach den drei letzten Auftritten mit den 3:1-Erfolgen gegen Dresden und Elversberg und der guten Vorstellung trotz des 0:1 bei Meister Schalke gelassen: „Der Spaß und die Lockerheit dürfen nicht auf der Strecke bleiben.“

Und der war in der abgelaufenen Woche seinen Jungs auf dem Trainingsplatz anzumerken. Und plötzlich fielen auch die Tore. Ein Marin Ljubicic (24), der das 1:0-Eigentor gegen Elversberg aufgelegt hatte, ballerte wie wild. Wichtig – denn der gesperrte 15-Tore-Knipser Cedric Itten (29) muss Sonntag ersetzt werden.

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Ende: „Ich habe Marin seit ein paar Wochen und seitdem ist er immer auf dem Gaspedal und will. Er trägt südländisches Blut in sich und ist in manchen Situationen, wo nicht alles so klappt, auch emotional. Aber das ist gar nichts Schlechtes, ganz im Gegenteil. Die Emotionalität brauchen wir. Mit einer toten Mannschaft hättest du in den letzten Wochen nichts geholt. Er ist da vorangegangen.“

Das Werk Endes, der das Kampf-Gen zurück zu Fortuna gebracht hat. Trotzdem droht auch noch weiter der direkte Abstieg in Fürth, das mit drei Toren Unterschied Fortuna schlagen muss, um vorbeizuziehen. Ende weiß: „Es wird hitzig werden!“