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Stuttgart – In seiner langen, erfolgreichen Karriere ging Kevin Kuranyi (44) für den VfB und die TSG Hoffenheim auf Torejagd. Am letzten Spieltag kämpfen seine beiden Ex-Vereine im Fernduell um die Champions League…

Wer setzt sich am Ende durch? Kuranyi zu BILD: „Der VfB. Die Mannschaft ist gut drauf – und sie hat es in der eigenen Hand.“ Durch den verdienten 3:1-Heimsieg gegen Bayer 04 Leverkusen ist Stuttgart mit einem Sieg in Frankfurt (15.30 Uhr/Sky) nahezu sicher in der Champions League. Dass die Eintracht (Platz 8) selbst noch um Europa kämpft? Für Kuranyi kein Problem!

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Der Ex-Nationalspieler: „Es muss überhaupt kein Nachteil sein, wenn es auch für die gegnerische Mannschaft noch um etwas geht. Im Gegenteil. Manchmal spielen gerade Mannschaften, die eigentlich aus allem raus sind, total befreit auf, während Gegner, die selbst etwas zu verlieren haben, angespannt sind.“ Nur das um fünf Treffer bessere Torverhältnis trennt aktuell den VfB (Platz 4) von der punktgleichen TSG (Platz 5). Hoffenheim spielt auswärts bei der zuletzt sehr biederen Borussia aus Mönchengladbach.

Kurios: Sollte der VfB in Frankfurt mit 1:0 gewinnen und die TSG im Borussia-Park einen 6:0-Sieg holen, würden die Kraichgauer in die Champions League einziehen. Grund: In diesem Fall hätte Hoffenheim über die Saison hinweg ein Tor mehr erzielt als der VfB (71 zu 70). Ein Szenario, das nicht besonders wahrscheinlich ist. Und nichts daran ändern würde, dass beide Teams eine sehr starke Saison spielen.

Kuranyi: „Ich freue mich auch, dass es sowohl bei der TSG als auch beim VfB so gut läuft. Aber natürlich sind die Bande zum VfB deutlich enger. Ich bin Stuttgarter und habe beim VfB sehr viel länger gespielt. Ich bin dort oft im Stadion und spiele auch für die Traditionself.“

Kuranyi ist großer Undav-Fan

Gegen Bayer verfolgte Kuranyi das letzte VfB-Heimspiel der Saison von der Ehrentribüne aus – und blickte auf einen Spieler ganz besonders: Deniz Undav (29)! Der Ex-Stürmer ist von seinem Nachfolger begeistert. „Seine Persönlichkeit. Er ist ein positiver Typ, authentisch mit Ecken und Kanten. Davon gibt es nicht allzu viele“, schwärmt Kuranyi. Und hofft, dass Undav sein Können in der nächsten Saison wieder in der Königsklasse unter Beweis stellen darf…