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Der OGS-Ausbau an der Grundschule Nachrodt ist Inhalt einer Sondersitzung des Gemeinderates am Mittwoch, 20. Mai. © Henrik Wiemer/digitalbild/Henrik Wiemer
Die Fraktionen haben umfangreiche Fragenkataloge eingereicht. In einer Sondersitzung am Mittwoch sollen die Antworten auf den Tisch kommen.
Nachrodt-Wiblingwerde – Viele offene Fragen gab es in der jüngsten Ratssitzung bei den Fraktionen. Wie berichtet, haben die Ratsmitglieder die Entscheidung über die Zukunft des Offenen Ganztags in der Grundschule vertagt. Sie wollten das Thema zunächst in den Fraktionen diskutieren. In der Zwischenzeit sind bei der Stadtverwaltung zahlreiche Fragen der Fraktionen eingegangen. Diese sollen nun in einer Sondersitzung des Gemeinderates am Mittwoch, 20. Mai, beantwortet werden.
Zum Hintergrund: Ab dem Schuljahr 2026/2027 gibt es für die Erstklässler einen Rechtsanspruch auf einen Platz in der Offenen Ganztagsschule (OGS). Dieser Anspruch steigt schrittweise über vier Jahre bis zu einem Rechtsanspruch für alle Grundschulklassenstufen. Dafür müssen die räumlichen Voraussetzungen geschaffen werden. Zunächst waren deshalb Container im Gespräch, die auf dem Schulhof der Grundschule in Nachrodt aufgestellt werden sollten. Doch die Container sind nun nicht mehr nötig: Eine aktuelle Umfrage hat gezeigt, dass die Schülerzahlen stark rückläufig sind. Statt der Container soll nach Vorlage der Verwaltung deshalb nun das Schulgebäude selbst im Rahmen der Richtlinien für den OGS-Ausbau umgebaut werden.
Die Fragenkataloge, die die Fraktionen im Vorfeld der Sondersitzung eingereicht haben, sind umfangreich. Vor allem geht es darin um die Kosten, deren Verteilung, eine mögliche Förderung und die Fristen. „Wie setzen sich die Kosten für die Maßnahmen zusammen (Gesamtvolumen, voraussichtliche Kosten für die Gemeinde inkl. Folgekosten)“, fragt etwa die CDU-Fraktion. Außerdem möchten die Christdemokraten wissen, wie sich die einzelnen Förderprogramme zusammensetzen, wie viel und zu welchem Anteil gefördert wird und wie die Fristen für die Förderprogramme sind. Außerdem fragt die CDU-Fraktion nach den Schülerzahlen zum Schuljahr 2027(2028.
Auch die SPD-Fraktion hat einen Fragenkatalog für die Sondersitzung zusammengestellt. Darin heißt es: „Welche Arbeiten umfasst der geplante Umbau im Untergeschoss der Grundschule? Welche ungefähren Kosten entstehen dabei für die neue Mensa, die alte Mensa sowie die Renovierung der bereits vorhandenen Betreuungsräume?“ Außerdem fragen die Sozialdemokraten unter anderem, ob die Planung für den neuen Schulhof bereits abgeschlossen oder noch Anpassungen möglich seien.
Diese und viele weitere Fragen der Fraktionen sollen nun also in der Sondersitzung beantwortet werden. Denn die Zeit drängt: „Der Durchführungs- und Bewilligungszeitraum für die geplante Maßnahme endet laut Förderbescheid am 31. Dezember 2026“, heißt es von der Verwaltung. Es sei zwar möglich, einen Antrag auf Verlängerung des Bewilligungs- und Durchführungszeitraumes zu stellen – doch dafür sei ein genauer Zeitplan notwendig und es müsse mitgeteilt werden, welche Mittel noch in 2026 benötigt werden und welche Mittel erst für 2027 bereitgestellt werden sollen. „Das kann definiert werden, sobald die Beauftragung durch den Rat beschlossen wurde“, heißt es in der Beschlussvorlage.
Die Sondersitzung des Rates findet am Mittwoch, 20. Mai, ab 17 Uhr, in der Grundschule, Ehrenmalstraße 61, statt. Die Sitzung ist öffentlich.