Bielefeld-Mittel. Beim Capyttel-Abend des Bielefelder Verkehrsvereins im Alten Rathaus pflegten rund 100 Gäste aus Stadtgesellschaft, Wirtschaft, Gesundheitswesen, Politik und Kultur die Tradition des „ehrbaren Mahls“. Vorsitzende Ursula Pasch, Geschäftsführer Martin Knabenreich und Hausherrin Oberbürgermeisterin Christiana Bauer begrüßten als Gastredner Bartolt Haase, Vorstandsvorsitzender der von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel.

Seit 1981 führt der Verkehrsverein mit dem Capyttel die Tradition der Höker-Gilde fort. Bereits im 15. Jahrhundert trafen sich Kaufleute, Ratsherren und Vertreter der Zünfte zu einem Mahl, um lokale Entwicklungen zu diskutieren und Netzwerke zu pflegen. Bis heute gehören westfälischer Bohneneintopf, rote Grütze und Gespräche über Bielefeld fest zum Capyttel-Abend.

In ihrer Begrüßung zog Ursula Pasch einen ungewöhnlichen Vergleich: „Was haben Manhattan, Montmartre und Bethel gemeinsam?“ Alle drei Orte seien weit über ihre Städte hinaus bekannte Stadtteile mit starker Identität und großer Strahlkraft. „Bethel ist vielfältig, bunt und prägend für Bielefeld. Bethel ist auch gewissermaßen der soziale Kompass unserer Stadt“, sagte Pasch.

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Bethel ist mitten in der Gesellschaft verankert

In seinem Vortrag sprach Bartolt Haase zum Thema „Bethel bei Bielefeld. Für Menschen da sein!“. „Bethel ist mitten in der Gesellschaft verankert – in Kultur, Kirche, Sport, Medien und im täglichen Zusammenleben vieler Menschen“, sagte Haase. Anhand verschiedener Beispiele aus dem Alltag der Stiftungen zeigte er, wie Bethel Begegnung, Teilhabe und gesellschaftlichen Zusammenhalt fördert.

Nach dem Vortrag wurde der herzhafte Bohneneintopf serviert. Wie schon im Mittelalter wurde kein Eintritt erhoben, stattdessen um Spenden für einen guten Zweck gebeten. Der diesjährige Erlös kommt dem Jahresspendenprojekt „Mitten im Leben“ der Stiftung Bethel zugute.

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