Vom Bundesschuldenpaket kommt nur wenig Geld in den Kommunen an. Foto: Heiko WeckbrodtFoto: Heiko Weckbrodt

DFG bewilligt Zuschüsse, um Projekte in Dresden, München, Aachen und Bonn fortzusetzen

Dresden, 15.05.26. Wie wehrt unser Körper fremdes Erbgut ab, das Viren und andere Störenfriede im Menschen einzuschleusen versuchen? Dies ist nur eines der Forschungsthemen, für das die „Deutsche Forschungsgemeinschaft“ (DFG) nun weitere 22 Millionen Euro bewilligt hat. Das geht aus Meldungen des sächsischen Wissenschaftsministeriums und der Technischen Universität Dresden (TUD) hervor. Dabei handelt es sich um Forschungen an Digitalen Zwillingen für den Straßenverkehr und an Nukleinsäure-Immunität, die die TU Dresden zusammen mit ihren Partner-Unis in München, Bonn und Aachen beackert.

Mit dieser DFG-Förderung könne die TUD „zusammen mit ihren Partnern ihre exzellenten wissenschaftlichen Forschungs- und Qualifizierungsvorhaben fortführen“, lobt Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow (CDU). „Einmal mehr wird sichtbar, wie Spitzenforschung und die erfolgreiche Einwerbung von Drittmitteln einander bedingen.“

Gesamtsystem aus Fahrzeug, Reifen, Fahrbahn und Verkehrsraum im Blick

Im Sonderforschungsbereich „Digital Twin Road – Physical-informational Representation of the Future Road System“ arbeiten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an einer „intelligenten, nachhaltigen und digital vernetzten Straßeninfrastruktur“, heißt es von der Uni Dresden. Ziel sei die Entwicklung eines Digitalen Zwillings, also eines digitalen Abbildes des Gesamtsystems Straße aus Fahrzeug, Reifen, Fahrbahn und Verkehrsraum. Dabei arbeiten Bauingenieure, Informatiker, Verkehrs- und Gesellschaftswissenschaftler sowie Sensorexperten Hand in Hand.

Fehlerhafte Freund-Feind-Erkennung im Körper kann Entzündungen und Tumore auslösen

Ebenfalls eine weitere Förderzusage erhält der Sonderforschungsbereich „Nucleic Acid Immunity“. Hier entschlüsseln Mediziner und Genetiker die Mechanismen, mit denen der Körper reagiert, wenn Bakterien, Viren und andere Krankheitserreger ihre eigenen Nukleinsäuren, also DNS und RNS, in das menschliche Erbgut einzuschleusen versuchen. Wenn diese Freund-Feind-Erkennung jedoch außer Kontrolle gerät, kann das chronische Entzündungen, Autoimmunerkrankungen oder Krebs hervorrufen. Deshalb gilt es nun, neue Ansätze für die Diagnostik und Behandlung von Infektions-, Entzündungs- und Tumorerkrankungen zu finden.

Autor: Heiko Weckbrodt

Quellen: TUD, SMWK

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt