TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen
Fröndenberg – Die „einarmige Löwin“ muss wieder kämpfen: Wioletta Wyrwol (45), die nach einer Armamputation unzähligen Menschen mit ihren Videos Mut machte, droht jetzt auch noch der Verlust eines Fußes!
„Es wurde immer schlimmer“, berichtete die Mutter aus Fröndenberg (NRW) BILD aus dem Krankenhaus, „mein Fuß und das ganze Bein wurden immer dicker, teilweise richtig lila, und meine Zehen haben sich stark nach vorn gekrümmt. Die Schmerzen sind schwer zu beschreiben…“ Wyrwol leidet unter CRPS (Complex Regional Pain Syndrome) – einer schrecklichen Schmerzerkrankung. Zunächst war vor allem der Arm betroffen. Bis 2019 ertrug die gelernte Erzieherin 83 Eingriffe. Keiner half. Schließlich musste amputiert werden, die Patientin bekam eine Prothese.

Im Krankenhaus musste die Influencerin schmerzhaften Untersuchungen über sich ergehen lassen
Foto: Privat
Mit Prothese zum Internetstar geworden
Ihren künstlichen Unterarm nennt sie „Vincent“. Unermüdlich übte sie, um mit dem 90.000-Euro-Gerät die Nerven ansteuern zu können. Und wurde dabei unverhofft zu einem Internetstar. Ihr Sohn Samuel (18) hatte heimlich auf TikTok ein Video von seiner Mutter mit Prothese gepostet und „Never give up!“ („Gib niemals auf!“) dazu geschrieben. Drei Millionen Menschen klatschten virtuell Beifall. Weitere Videos folgten – dieses Mal mit Wiolettas Zustimmung. Sie zeigte Möglichkeiten und Grenzen ihres Lebens mit der Prothese. „Tatsächlich ist es mein Leitspruch geworden, niemals aufzugeben“, sagt sie. 1,8 Millionen Menschen folgten der Motivatorin auf YouTube, eines ihrer Videos wurde schon über 265 Mio. Mal aufgerufen.
An dieser Stelle findest du Inhalte aus YouTube
Um mit Inhalten aus YouTube und anderen sozialen Netzwerken zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir deine Zustimmung.
soziale Netzwerke aktivieren Um eingebettete Inhalte anzuzeigen, ist Ihre jederzeit widerrufliche Einwilligung (über den Schalter oder über “ Widerruf Tracking und Cookies “ am Seitenende) zur Verarbeitung personenbezogener Daten nötig. Dabei können Daten in Drittländer wie die USA übermittelt werden (Art. 49 Abs. 1 lit. a DSGVO). Mit dem Aktivieren des Inhalts stimmen Sie zu. Weitere Infos finden Sie hier.
Wie es zu dem Rückfall kam, ist unklar. 2023 wurde ihr ein Oberschenkelmuskel entnommen, um den Armstumpf zu stabilisieren. Die Experten vermuten: Dadurch könnten sich erneut schmerzhafte Nervenwucherungen gebildet haben.
Wegen Schmerzen droht jetzt eine Fuß-Amputation
Jetzt musste sie für ihren angeschwollenen, rechten Fuß einen Spezialschuh anfertigen lassen. Doch auch damit verschwinden nicht die permanenten höllischen Schmerzen. Dauerhaft seien sie nicht zu ertragen, sagt die Influencerin. Deshalb denke sie immer öfter an eine weitere Amputation.
Sie sagt: „Die Krankheit ist leider noch nicht so gut erforscht. Die Ärzte sind teilweise selbst ratlos. Trotzdem versuche ich, weiter positiv zu bleiben und nicht aufzugeben.“ Dabei helfen ihr auch die Menschen, denen sie selbst jahrelang Mut machte: „Ich bekomme eine Menge Zuspruch. So viele Menschen, die ich gar nicht kenne, schreiben mir ergreifende Nachrichten.“