Das Titelrennen in der Kreisoberliga Wiesbaden steuert auf seinen Höhepunkt zu +++ Im direkten Duell zwischen Germania Wiesbaden und den Freien Turnern könnte bereits eine Vorentscheidung fallen.
von Luca Palmer · Heute, 08:00 Uhr · 0 Leser
Im Rennen um die Meiserschaft erwartet die Germania die Freien Turner Wiesbaden – Foto: Jörg Halisch
Wiesbaden. Die Kreisoberliga Wiesbaden steuert auf ein echtes Finale im Aufstiegskampf zu. Wenn am Sonntag die SG Germania Wiesbaden den Tabellenführer Freie Turner Wiesbaden empfängt, steht weit mehr als nur ein gewöhnliches Spitzenspiel auf dem Programm. Zwei Spieltage vor Saisonende ist die Meisterschaft plötzlich wieder völlig offen.
Noch vor einer Woche schien die Ausgangslage klar: Die Freien Turner hatten sich mit vier Punkten Vorsprung an der Tabellenspitze eine komfortable Position erarbeitet. Doch das überraschende 1:1 gegen den SV Frauenstein hat den Titelkampf neu entfacht. Nun trennen beide Teams nur noch zwei Punkte und nach dem direkten Duell wartet auf beide Mannschaften ein auf dem Papier machbares Restprogramm. Damit könnte dieses Spitzenspiel bereits zur Vorentscheidung im Rennen um Meisterschaft und Aufstieg werden.
„Wir haben immer daran geglaubt und auch gehofft, dass der Tag nochmal kommt, dass die Freien Turner auch nochmal patzen werden“, sagt Germania-Coach Stefan Kühne. Trotz der neuen Ausgangslage sieht er den größeren Druck jedoch beim Gegner: „Ich denke, dass die Freien Turner mehr zu verlieren haben als wir, da wir seit Wochen eher mit dem zweiten Platz geplant haben. Deshalb können wir auch in diesem Spiel nur gewinnen.“
Ganz anders bewertet FTW-Trainer Daniel Pollner die Situation seines Teams. Trotz der Tabellenführung sieht auch er seine Mannschaft keineswegs unter Druck. „Man muss sehen, wo der Verein herkommt. In der Vorsaison sind wir im Mittelfeld gelandet, deshalb denke ich nicht, dass wir etwas zu verlieren haben.“
Top-Vorbereitung auf beiden Seiten
Beide Trainer berichteten von einer intensiven und konzentrierten Trainingswoche vor dem Gipfeltreffen. „In der Trainingswoche war eine super Qualität drin und wir als Trainerteam mussten kaum unterbrechen, da die Intensität in den Übungen durchgängig hoch war“, erklärt Kühne. Pollner sprach ebenfalls von einer gelungenen Vorbereitung: „Es war eine super Trainingswoche mit einem guten Mix aus Anspannung und Vorfreude auf dieses Spitzenspiel.“
Personell gehen beide Mannschaften nahezu in Bestbesetzung in das Topspiel. Bei der Germania sind sämtliche wichtigen Stammkräfte an Bord. Die Freien Turner müssen lediglich weiterhin auf Abdulmelik Sari verzichten, der bereits seit zwei Wochen wegen einer Muskelverletzung ausfällt.
Die beiden Trainer, Stefan Kühne (links) und Daniel Pollner (rechts), erwarten ein intensives Spitzenspiel. – Foto: Jörg Halisch/RSCP Photo
Kleinigkeiten könnten das Spiel entscheiden
Sportlich erwarten beide Trainer ein enges und intensives Duell, in dem Kleinigkeiten den Unterschied ausmachen dürften. „In diesem Top-Spiel wird jeder kleine Fehler bestraft, weshalb wir voll klar und ohne Druck in dieses Spiel gehen müssen“, betont Kühne. Besonders wichtig sei dabei der Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft: „Wir müssen als Team auftreten. Es werden Fehler passieren und da müssen wir dann als Team dahinterstehen.“
Auch Pollner sieht vor allem in der Effizienz vor dem Tor einen möglichen Schlüssel zum Erfolg. Bereits beim 2:1-Sieg im Hinspiel sowie zuletzt gegen Frauenstein ließ seine Mannschaft zahlreiche Chancen ungenutzt. „Im Hinspiel und auch vergangene Woche gegen Frauenstein haben wir unsere vielen Torchancen nicht genutzt, das möchten wir am Sonntag besser machen“, erklärt der FTW-Coach. „Die Qualität, um Torchancen sich zu erspielen, ist da. Wir müssen nur anfangen, diese auch konsequent zu nutzen.“