Hamburg: Rot-Grün fordert Reform des Wohneigentumsgesetzes | ndr.de

AUDIO: Rot-Grün zu Eigentümergemeinschaften beim Klimaschutz (1 Min)
Stand: 16.05.2026 09:48 Uhr
In Hamburg gibt es rund 1.600 Wohneigentümergemeinschaften (WEG). Notwendige energetische Sanierungen kommen dort oft nur langsam voran, weil Verfahren komplex und rechtliche Hürden hoch sind. Vor diesem Hintergrund will die rot-grüne Koalition Haussanierungen vereinfachen.
Die rot-grüne Koalition in Hamburg ärgert, dass Eigentümergemeinschaften beim Gebäude-Klimaschutz hinterherhinken, wie es in ihrem Antrag für die Bürgerschaftssitzung am Mittwoch heißt. Sie wollen mehr Tempo. „Energetische Sanierungen sind ein herausforderndes Unterfangen. In einer WEG, in der sich die Eigentümer*innen untereinander abstimmen und mit der Hausverwaltung kommunizieren müssen, sind sie nochmals deutlich komplexer. „, sagt Leon Alam, Sprecher der Grünen Fraktion für Bauen, Mieten und Wohnen.“ Immer wieder stellen sich einzelner Eigentümer quer, wenn alle anderen etwas wollen, die Ölheizung durch eine Wärmepumpe auszutauschen oder die Fassade des gemeinsamen Hauses zu dämmen.
Hamburg will mehr Rechtssicherheit
Dass ein Eigentümer alles blockiert, lässt sich mit der Initiative von Hamburgs SPD und Grünen allerdings nicht stoppen, das regeln die Hausverträge, auf die der Staat keinen Zugriff hat. Die Parteien fordern in ihrem Antrag nur, dass die Hausverwaltungen die Eigentümer besser beraten, wenn es um Energie-Sanierungen geht.
Deshalb will sich der Hamburger Senat für eine Neuregelung auf Bundesebene einsetzen. „Unser Ziel ist eine WEG-Reform, die Sanierungen erleichtert, für mehr Rechtssicherheit sorgt und Eigentümer*innen wirksam unterstützt. Dafür soll sich Hamburg im Bund einsetzen“, schildert Martina Koeppen, stadtentwicklungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion.

Welche Förderungen gibt es für Wärmepumpen, wie finden Eigentümer das passende Angebot? Antworten auf wichtige Fragen.

Am Sonntag konnten rund 1,3 Millionen Wahlberechtigte darüber abstimmen, ob Hamburg schneller als geplant klimaneutral werden soll. Ein Bündnis rief zum „Nein“ auf.