Stietzel geht gleichzeitig davon aus, dass nicht alle Azubis unmittelbar nach ihrem Berufsabschluss nach Deutschland gehen und auch Namibia von dem Programm profitiert. „Ausbildung schafft nicht nur Fachkräfte, sondern sichert auch wirtschaftliche Entwicklung“, sagte er und verwies auf eine sehr hohe Jugendarbeitslosigkeit in Namibia. Das Projekt schaffe Perspektiven für junge Menschen, nicht nur in Deutschland, sondern auch in Namibia. Daher werde es dort von etlichen Partnern unterstützt, etwa von Regierung und Unternehmen.

Auch der Präsident des Handelsverbandes Berlin-Brandenburg, Björn Fromm, verbindet mit dem Programm große Hoffnungen. „Talentsbridge bietet unserem Unternehmen die Chance, gezielt Nachwuchskräfte zu gewinnen, die nicht nur fachlich und sprachlich exzellent ausgebildet werden, sondern auch eine hohe Eigenmotivation und interkulturelle Kompetenzen mitbringen“, sagte der Betreiber mehrerer Edeka-Märkte. „Uns fällt es zusehends sehr schwer, diese Art von Motivation bei heimischen Fachkräften von morgen zu aktivieren und über die Zeit der Ausbildung hinweg aufrechtzuerhalten.“