Massenauflauf in der Stuttgarter Innenstadt: Am Samstagvormittag warten einige hundert Menschen vor dem Geschäft des Uhrenherstellers Swatch in einer Schlange, viele haben sich Campingstühle mitgebracht. Manche der Wartenden haben sich sogar vor dem Geschäft die Nacht um die Ohren geschlagen. Wie ein junger Mann in der Schlange erzählt, sitzt er bereits seit Freitagabend vor dem Geschäft. „Da vorne warten Leute teilweise schon seit Donnerstag“, schildert er.

Der Grund für den Massenandrang auf der Königstraße: Swatch verkauft ab diesem Samstag Uhren der Kollektion „Royal Pop“, eine Kooperation mit der Luxusmarke Audemars Piguet. Der Preis für die acht Taschenuhren in knalligen Farben wird online mit 385 Euro angegeben.

Die Menschen vor dem Stuttgarter Geschäft möchten sich eine dieser besonderen Uhren sichern. „Es gibt das Gerücht, dass heute 250 bis maximal 300 Uhren rausgegeben werden“, sagt der junge Mann in der Schlange. Er ist guter Hoffnung: „Wir sind mit den ersten 70 noch gut dabei. Es wird vielleicht nicht die absolute Wunschfarbe, aber wir bekommen sicher eine. Und das ist, was zählt.“

Weltweiter Hype um Swatch-Uhren

Die Uhren von Swatch haben weltweit einen Hype ausgelöst: Auch in anderen Großstädten wie in Zürich, Düsseldorf oder Birmingham bildeten sich lange Schlangen von Menschen, die sich ein Exemplar sichern wollten. Mancherorts eskalierte der Hype: In der Dubai Mall wurde der Verkauf wegen Bedenken zur öffentlichen Sicherheit offenbar abgesagt, wie die Bild-Zeitung berichtet, in Birmingham musste die Polizei eingreifen.

Die Wartenden wollen in Stuttgart eine der neuen Swatch-Uhren ergattern. Foto: Andreas Rosar / Fotoagentur-Stuttg

In Stuttgart blieb jedoch alles friedlich, wie ein Sprecher der Polizei mitteilt. Gegen Mittag werden laut ihm nun die letzten Uhren verkauft und das Geschehen werde sich zeitnah auflösen.