In Mönchengladbach-Eicken kam es am Freitag zu einer Rettungsaktion für einen jungen Wanderfalken. Das Tier war aus seiner Nisthilfe eines Kirchturms gestürzt und in der Regenrinne des Kirchengebäudes gelandet. Für die Bergung war laut Angaben der Feuerwehr der Einsatz einer Drehleiter notwendig.

Mitarbeiter des Naturschutzbundes (Nabu) nahmen den Jungvogel auf. Sie brachten ihn im Anschluss wieder zu seinen Artgenossen in die Nisthöhle zurück.

Aggressive Altvögel erschwerten die Bergung

Die Bergungsaktion erwies sich jedoch als kompliziert. Die Falkeneltern umkreisten während des Vorgangs aufgeregt die Köpfe der Einsatzkräfte. Dabei wurden die Nabu-Vertreter, Bernd Bäumer sowie Carl Casper, Zeugen von sogenannten Scheinangriffen des Vogelpaares.

Dennoch gelang es den Helfern, das rund 28 Tage alte Küken an sich zu nehmen. Es wurde behutsam wieder in die Nisthilfe gesetzt, die sich im Turm der Rosenkranzkirche befindet. An diesem Standort gibt es seit langer Zeit einen Brutkasten für Greifvögel.

Jungvogel fiel vor geplanter Beringung aus dem Nest

„Wir wollten die Jungtiere an dem Tag beringen, als wir merkten, dass eins fehlte. Es war abgestürzt und saß schreiend in der Dachrinne. Wir waren froh, dass die Feuerwache Pfingsgraben mit ihrem Leiterwagen zu Hilfe kam“, sagte Bäumer der dpa. (dpa/red)

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