Das National Endowment for Humanities, eine Einrichtung der US-Regierung, stellte schon im vergangenen Jahr Fördergelder in Höhe von bis zu 200.000 Dollar (rund 172.000 Euro) pro Statue bereit. Trump hatte bereits während seiner ersten Amtszeit per Dekret die Planung eines öffentlichen Skulpturengartens angeordnet und das Vorhaben kurz nach Beginn seiner zweiten Amtszeit wieder aufgegriffen.
„Ich habe einen Job im Baugewerbe“
„Ich habe zwei Jobs“, sagte Trump Ende 2025, wobei das Präsidentenamt nur einer davon sei. „Ich habe einen Job im Baugewerbe, was für mich eigentlich eine Art Entspannung ist, weil ich das schon mein ganzes Leben lang mache.“ Und gerne sieht er es, wenn sein Name dran steht. Das machte er beim renommierten Kennedy-Center und beim US-Institut für Frieden. Vor kurzem lobte er sogar eine goldene Statue von ihm selbst, die vom amerikanischen Pastor Mark Burns aufgestellt wurde.
Empfohlener externer InhaltX
Wir benötigen Ihre Einwilligung, um den von unserer Redaktion eingebundenen X-Inhalt anzuzeigen. Sie können diesen (und damit auch alle weiteren X-Inhalte auf t-online.de) mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder deaktivieren.
X-Inhalte immer anzeigen
Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.
Neil Flanagan, Architekt und Historiker in Washington, D.C., sagte dem US-Radiosender NPR, dass Trump zwar schon in seiner ersten Amtszeit ästhetische Ambitionen hatte, sein „Beharren darauf, alles so sehr auf seinen eigenen Stil und seine eigene Marke auszurichten und sich mit dem Ruhm der amerikanischen Vergangenheit zu schmücken, jedoch ein Merkmal dieser Amtszeit ist“.
Viele seiner Initiativen stehen im Zusammenhang mit dem bevorstehenden 250. Jubiläum des Landes im Juli. „Sie alle verkünden gewissermaßen den Ruhm Amerikas, statt tatsächlich Wachstum oder eine Zukunft für Amerika zu schaffen“, sagte Flanagan. „Wenn man versucht, das Wissenschaftsbudget zu kürzen … und gleichzeitig diese grandiosen Denkmäler errichtet, baut man kein kreatives Amerika auf, sondern trägt die große amerikanische Vergangenheit wie ein Kostüm.“
Der renommierte Architekturhistoriker Vittorio Magnago Lampugnani zog im Interview mit t-online sogar historische Vergleiche: „Die Parallelen sind offensichtlich. Und lehrreich. Hitler hat durch seine kulturelle Gleichschaltung viele gute Architekten ausgeschlossen, die den Staat virtuos hätten repräsentieren können. Am Ende bauten überwiegend mediokre Architekten für ihn“.
Kobe Bryant und Walt Disney
Jetzt will Trump also amerikanische Helden ehren. Kurz vor Ende seiner ersten Amtszeit gab es sogar eine Liste von Amerikanern, die in dem Park verewigt werden sollen. Basketballer Kobe Bryant, der Industrielle Andrew Carnegie, die Köchin Julia Child, Walt Disney, der Kämpfer für die Rechte von Schwarzen Frederick Douglass, Flugpionierin Amelia Earhart, die Richterin Ruth Bader Ginsburg, Whitney Houston und Ex-Präsident Ronald Reagan.
Loading…
Loading…
Loading…