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Modena (Italien) – In der norditalienischen Stadt Modena ist ein Mann mit einem Kleinwagen in eine Menschenmenge gerast. Dabei wurden acht Menschen verletzt. Vier von ihnen schwer, zwei schweben in Lebensgefahr.

Der Vorfall ereignete sich am Nachmittag im Zentrum der norditalienischen Stadt. Der Citroën raste in eine Straße in der Altstadt. Dort fuhr der Fahrer mit hoher Geschwindigkeit gezielt auf den Fußgängerweg und erfasste eine Gruppe von Passanten. Ein Augenzeuge sagte italienischen Medien, der Wagen sei mehr als 100 km/h schnell gewesen. Eine Frau soll durch die Wucht des Aufpralls beide Beine verloren haben.

Rettungskräfte und Ersthelfer versorgen verletzte Opfer in der Innenstadt von Modena

Rettungskräfte und Ersthelfer versorgen verletzte Opfer in der Innenstadt von Modena

Foto: EPA

Fahrer zückt nach Aufprall Messer

Schließlich prallte das Auto in die Front eines Ladens. Der Fahrer versuchte zu fliehen. Als Passanten ihn aufhalten wollten, zückte er ein Messer, verletzte offenbar einen Zeugen am Kopf. Trotzdem konnte er überwältigt und entwaffnet werden.

Bürgermeister Massimo Mezzetti lobte die Helfer: „Sie haben großen Mut gezeigt, ihnen gilt mein Dank.“ Gleichzeitig zeigte er sich „zutiefst betroffen“ über den Vorfall.

Bei dem Täter handelt es sich Medienberichten zufolge um einen etwa 30 Jahre alten Mann. Er soll nordafrikanischer Herkunft, aber in Italien geboren sein. Laut Augenzeugen wirkte er nach der Tat verwirrt. Er wurde festgenommen und soll von der Polizei befragt werden. Die Hintergründe sind noch unklar. Mezzetti kündigte an, später Details zu nennen.