
Manfred Jügens aus Emsdetten verteilt Brötchen beim Frühstück.
© Bistum Münster
Quartiermeister Fabian Wieland aus Greven und sein Stellvertreter Alexander Kipp aus Ochtrup in der Klara-Oppenheimer-Schule in Würzburg.
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Betreut wird die Unterkunft von Maltesern aus dem Kreis Steinfurt, aus Münster und Telgte sowie aus Bonn und Bad Honnef. „Die Stimmung bei den Teilnehmern ist gut“, freut sich Quartiermeister Fabian Wieland aus Greven. „Sie sind immer herzlich.“
Es ist früh am Morgen. Einige Bewohner der Schulunterkunft stehen im Innenhof am Duschcontainer an, andere sitzen bereits beim Frühstück. Vorne an der Anmeldung notieren Tyler Eichner aus Rheine und Rico Grieger aus Metelen, wer kommt und geht. „Wir müssen wissen, wer vor Ort ist“, erklärt Alexander Kipp. Er ist der stellvertretende Quartiermeister für die Klara-Oppenheimer-Schule beim Katholikentag.
Spätestens um neun Uhr müssen die Unterkünfte leer sein. Erst am Abend um 18 Uhr öffnen die Malteser wieder die Türen, um die Menschen zu ihren Schlafplätzen zu lassen. An der Anmeldung sind Eichner und Grieger auch für viele andere Anliegen Ansprechpartner. Ist ein Feldbett kaputt oder unklar, wo das Auto geparkt werden kann, wenden sich die Menschen an sie.
Die Malteser arbeiten in der Unterkunft in Schichten. Für Eichner und Grieger begann der Morgen früh: Um 5 Uhr startete ihre Schicht, mit der sie die Nachtwache ablösten.
„Es war viel Vorbereitung notwendig“, sagt Kipp. Bevor die Gäste kamen, fand eine Begehung mit dem Hausmeister der Schule statt. Es musste entschieden werden, welche Räume genutzt werden, wie das Frühstück organisiert wird und wie der Internetzugang für die IT der Malteser bereitgestellt werden kann. Auch das Gesundheitsamt überprüfte die Vorbereitungen der Malteser.
Eine besondere Herausforderung: Im Mensabereich der Schule befindet sich auch die Lehrküche der Berufsschule. „Aus Hygienegründen dürfen wir die Küche nicht nutzen“, erklärt Kipp. Deshalb musste alles extra aufgebaut werden: eine Essensausgabe, ein Kocher für heißes Spülwasser und eine Spülstation.
An der Essensausgabe verteilt Manfred Jügens aus Emsdetten die Brötchen, Sabine Nonnenmacher aus Telgte den Aufstrich und Manfred Meyer aus Metelen kümmert sich um den Aufschnitt. „Ich freue mich schon aufs Frühstück“, sagt eine Frau, die in der Unterkunft übernachtet. „Es ist bestimmt genauso lecker wie gestern.“
Lara Bergjohann