Marie-Louise Eta bejubelt den Sieg

Stand: 16.05.2026 • 18:39 Uhr

Der 1. FC Union Berlin hat Marie-Louise Eta zu ihrem Abschied aus der Fußball-Bundesliga ihren ersten Heimsieg geschenkt – und der war gegen den FC Augsburg hochverdient.

Beim klaren 4:0-Erfolg im Stadion An der Alten Försterei brachte Andrej Ilic (10. und 42. Minute) Union mit einem Doppelschlag schon vor der Pause auf die Siegerstraße, András Schäfer (54.) und Jeong Woo-yeong (89.) legten nach. Die „Eisernen“ beendeten die Saison mit 39 Zählern auf Platz elf und verabschiedeten ihre scheidende Cheftrainerin mit einem Heimerfolg.

Augsburg verpasste als Neunter mit 43 Zählern Rang sieben und damit einen Europapokalplatz. Die Fuggerstädter versäumten es damit, eine sehr starke Rückrunde unter Trainer Manuel Baum zu krönen. Dazu hätte aber auch der SC Freiburg nicht gegen RB Leipzig gewinnen dürfen.

Augsburgs Baum: „Niederlage war total verdient“

„Wir ärgern uns alle über das Spiel. Die Niederlage war total verdient. Am Ende hätte es eh nicht gereicht für Europa, wenn man die anderen Ergebnisse anschaut“, sagte Augsburgs Trainer Baum am ARD-Mikrofon.

Union-Trainer Eta sagte: „Wir haben uns vor dem Spiel viel vorgenommen. Und es ist schön, dass wir heute hier zu Hause den Sieg holen konnten. Auch die Art und Weise, wie wir Fußball gespielt haben und wie wir aufgetreten sind – das ist jetzt ein sehr, sehr schöner Moment.“

Ilic bringt Union früh in Führung

Die Ausgangslage war klar. Augsburgs wollte mit einem Sieg die Chance auf einen Platz in der Conference League wahren, für Union ging es tabellarisch um nichts mehr.

Doch den besseren Start hatten die Berliner. Zehn Minuten waren gespielt, da schlug Torwart Carl Klaus nach einer Augsburger Ecke einen langen Ball auf Stürmer Oliver Burke. Dann wurde es kurios: Augsburg-Keeper Finn Dahmen und Robin Fellhauer rannten sich gegenseitig um, so landete das Leder plötzlich bei Schäfer und der spitzelte es auf Ilic, der nur noch ins leere Tor einschieben musste. Union blieb am Drücker. Nur fünf Minuten später tauchte Livan Burcu frei vor dem Tor auf, sein Schuss wurde so gerade noch von Chrislain Matsima geblockt.

Augsburg tat sich derweil weiter schwer. Im letzten Drittel fehlte es gegen stabile Unioner an zündenden Ideen oder an Durchschlagskraft. So wie nach einer halben Stunde, als Anton Kade und Marius Wolf aus einer guten Chance einfach viel zu wenig machten.

Unions Torwart Klaus leitet auch den zweiten Treffer gegen Augsburg ein

Und dann schlug Union erneut zu, und wieder ging der Treffer von Torwart Klaus aus. Dessen langer Abschlag wurde von Burke per Kopf auf Ilic verlängert, und der fackelte frei vor dem Tor nicht lange und traf mit einem satten Schuss ins Eck. Die Augsburger Abwehr sah da alles andere als gut aus. Mit 2:0 ging es in die Pause, weil Union in einer bis dahin chancenarmen Partie gnadenlos effizient war.

Unions Schäfer macht früh den Deckel drauf

Was immer sich Augsburg in der Pause vorgenommen hatte, zu sehen war davon nichts. Denn zum Start der zweiten Halbzeit hatte Burke das dritte Tor auf dem Fuß, scheiterte nach schönem Pass von Burcu frei vor dem Tor aber an Dahmen. Wenig später musste der FCA-Keeper dann vor dem einschussbereiten Ilic klären und war dann auch bei einem Schuss von Christoper Trimmel auf dem Posten.

Dann war er aber machtlos, und zwar bei einem satten Schuss von Schäfer. Der hatte nach einer kurzen Ecke viel zu viel Platz und traf von der Strafraumgrenze mit einem satten Schuss in den Winkel – die Vorentscheidung.

Emotionales Ende für Eta und Ittrich

Während Union auch in der Folge spielfreudig war, bissen sich die Augsburger weiter die Zähne aus an der Abwehr der Köpenicker. Irgendwann, so hatte es den Anschein, ergaben sich die Augsburger ihrem Schicksal. Und da auch Union nichts mehr tun musste, plätscherte die Partie dahin. Beste Szene für den FCA war noch ein Pfostenschuss des eingewechselten Uchenna Ogundu.

Die letzte Szene gehörte dann aber wieder Union. Kurz vor dem Ende machte Jeong nach einem schönen Konter das 4:0.

Der Rest war pure Emotion – nicht nur für Marie-Louise Eta, die frenetisch vom Publikum gefeiert wurde, sondern auch für Patrick Ittrich, für den es das letzte Bundesligaspiel als Schiedsrichter war.

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