Ein wichtiger Meilenstein für die Inklusion in Wolfenbüttel ist erreicht: Mit der feierlichen Einweihung der neuen Zuwegung zum Trashpark wurde die beliebte Freizeitanlage nun für alle Bürgerinnen und Bürger barrierearm zugänglich gemacht. Bürgermeister Ivica Lukanic würdigte das Projekt als Ergebnis einer erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen bürgerschaftlichem Engagement, Politik und Verwaltung.
Was als Initiative des Bürgers Marc Lippels begann und von der SPD-Fraktion im Rat dann beantragt wurde, konnte nun durch den Einsatz des städtischen Tiefbauamtes und der Stadtjugendpflege erfolgreich abgeschlossen werden. Die neue, zwei Meter breite Rampe erstreckt sich über eine Gesamtlänge von 60 Metern und ist mit robustem Betonsteinpflaster befestigt. Damit bietet sie Rollstuhlfahrern, Menschen mit Rollatoren sowie Familien mit Kinderwagen einen sicheren und komfortablen Zugang zum Gelände.
Ein Impuls aus der Bürgerschaft
Bürgermeister Ivica Lukanic dankte in seiner Ansprache insbesondere dem Initiator Marc Lippels. „Es war eine lange Odyssee, aber Ihr Impuls war entscheidend“, betonte Lukanic. Er räumte ein, dass Themen wie die Zuwegung, angemessene Sanitäranlagen und die sportliche Ausstattung in der Vergangenheit nicht ausreichend im Fokus standen. Erst durch den direkten Hinweis aus der Bevölkerung und die politische Unterstützung der SPD-Ratsfraktion, nahm das Projekt Fahrt auf.
„Wir in der Verwaltung arbeiteten zwar bereits an dem Thema, aber manchmal braucht es den Drive der Politik und das Engagement engagierter Bürger, um Dinge final umzusetzen“, so der Bürgermeister weiter. Er hob hervor, dass solch ein privater Einsatz, für das soziale Gefüge Wolfenbüttels unverzichtbar sei.
Sicherheit und Teilhabe im Fokus
Für Marc Lippels war die Einweihung ein „Herzensprojekt“. Den Anstoß gaben unter anderem Unfälle in der Vergangenheit: „Nachdem 2024 zwei Kinder auf dem alten Weg gestürzt waren, war klar, dass wir handeln müssen. Teilhabe bedeutet, dass kein Mensch ausgeschlossen wird und jeder diesen großartigen Platz sicher erreichen kann“, erklärte Lippels während der Feierstunde. Er dankte der Stadtverwaltung und den politischen Entscheidungsträgern für den „Rückenwind“, der die Realisierung ermöglicht habe.
Zusammenarbeit als Erfolgsrezept
Der Erfolg des Projekts basiert auf einer engen Abstimmung zwischen dem Tiefbauamt, der Stadtjugendpflege und den ehrenamtlichen Betreuern des Jugendplatzes, den sogenannten „Bademeistern“.
Ausblick auf weitere Projekte
Die Einweihung am Trashpark markiert jedoch nicht das Ende der Bemühungen um mehr Barrierefreiheit im Stadtgebiet. Bürgermeister Lukanic gab einen positiven Ausblick: „Ich habe bereits zwei weitere Plätze in Wolfenbüttel im Auge, an denen wir die Inklusion vorantreiben wollen – wir machen hier weiter.“
Zum Abschluss der Veranstaltung lud der Bürgermeister die Anwesenden ein, das Engagement der Beteiligten mit Applaus zu würdigen und die neue Rampe symbolisch mit dem Durchschneiden des Flatterbandes ihrer Bestimmung zu übergeben.
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