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Eine der schlechtesten Saisons der Werder-Geschichte ist beendet. Mit gerade einmal 32 Punkten taumeln die Bremer über die Ziellinie. Ein kleines Wunder, dass sie mit dieser kläglichen Ausbeute den Klassenerhalt geschafft haben. Manager Clemens Fritz nach dem 0:2 gegen Dortmund im Saisonfinale: „Es war eine Saison zum Vergessen. Ich bin froh, dass sie vorbei ist.“
Diese Einschätzung werden auch die Fans teilen, die Werders Verantwortliche Fritz und Profi-Chef Niemeyer mit Bannern heftig kritisierten. Darunter Botschaften wie „Nichtabstieg = Mehr Glück als Verstand! Vereinsführung, unsere Geduld ist nicht grenzenlos!“ und „Fritz und Niemeyer raus!“
„Legitim, dass Kritik kommt. Die kann jeder gerne äußern. Damit muss ich umgehen“, reagiert Fritz und spricht über seine größte Fehlannahme im Sommer.
Werder-Manager gibt größten Fehler zu
Bremens Sportchef: „Wir haben neun Stürmertore geschossen. Das reicht dann eben nicht. Da kann man über Fehleinschätzungen und über qualitativen Mangel im Torabschluss sprechen.“
Weil Werder trotz monatelanger Suche am letzten Transfertag noch ohne neuen Mittelstürmer da stand, griffen die Bremer beim völlig unfitten Boniface zu. Er sollte gemeinsam mit dem jungen Topp für Tore sorgen. Klappte nicht. Auch Varianten mit Grüll oder Njinmah im Zentrum blieben weitestgehend erfolglos. Winter-Leihe Milosevic linderte das Problem nur ein wenig. Werder (nur 37 Saisontore) blieb im Offensivspiel völlig harmlos.
Trotz der Fan-Kritik und der nach zuvor drei sorgenfreien Jahren völlig enttäuschenden Saison muss Fritz nicht um seinen Job bangen. Zwar tagt der Aufsichtsrat noch rund um das Dortmund-Spiel, aber sein Verbleib als Geschäftsführer gilt als sicher. Jetzt muss er die richtigen Entscheidungen treffen, um eine weitere Zittersaison zu vermeiden. Die Analysen laufen. Eine Sache ist gewiss: An Daniel Thioune (folgte auf Horst Steffen) wird trotz bescheidener Punktebilanz (13 Punkte aus 14 Spielen) nicht gerüttelt. Fritz: „Der Trainer wird bleiben.“