
Bis zum Schlusspfiff zittern die RWE-Fans in Essen mit. Am Ende bricht Jubel im Biergarten aus.
Schon vor dem Anpfiff wehen durch die Wittekindstraße in Essen-Rüttenscheid Fan-Gesänge. Vor der Kneipe „Früher oder Später“ stehen die RWE-Fans bis auf die Straße und drängen sich vor einen Bildschirm, der das Spiel zwischen dem SSV Ulm und Rot-Weiss-Essen in den Biergarten überträgt. Viele sind mit Trikots oder Fansschals gekommen.
RWE-Fans träumen vom Aufstieg
Sie alle verbindet eine Hoffnung: Dass ihr RWE noch den Aufstieg in die zweite Fußball-Bundesliga schaffen könnte.
Auch wenn die Chance nur bei zwei Prozent ist, die Hoffnung ist groß, sonst wären wir nicht alle hier.
Dominik aus Gelsenkirchen
Sie alle wissen: Allein ein Sieg von Rot-Weiss Essen würde für einen Aufstieg oder die Relegation nicht reichen. Es braucht die Schützenhilfe der anderen Vereine. Doch für ganz unwahrscheinlich hält man das hier nicht: „Im Fußball weiß man nie“, sagt der 28-jährige Dominik. Ihm und den anderen RWE-Fans bedeutet ein möglicher Aufstieg in die zweite Liga viel: „So ein Traditionsverein wie RWE gehört in die zweite Liga. Das würde der Liga gut tun.“
Essen gelingt super Start in Ulm
Und direkt in den ersten Minuten wächst die Euphorie der Essener Fans noch einmal mehr. Kurz nach dem Anpfiff fällt das erste Tor für den RWE. Lauter Jubel dröhnt durch den kleinen Biergarten.
Torjubel zum 0:1 durch Torben Müsel
Doch dann: Der Ausgleich. Eine junge Frau schlägt die Hände vor das Gesicht. Parallel werden auf Handys die Zwischenstände der anderen Drittlage-Spiele kontrolliert. Denn davon hängt im Falles eines Siegs für den RWE trotzdem noch vieles ab.
Gefühlsachterbahn für die Fans
Der RWE und Ulm machen es spannend. Nach der ersten Halbzeit steht es 2:2. Für die Essener Fans ist es so kurz vor Saisonende eine Achterbahnfahrt der Gefühle. „Es ist sehr aufregend. Ich weiß noch nicht, wo das heute hingeht“, sagt RWE-Fan Jan Kurpick.
Und das Spiel bleibt spannend. Nur 25 Kilometer entfernt liegt der MSV Duisburg kurz nach Start der zweiten Halbzeit im parallel laufenden Spiel zwischenzeitlich hinten. Laute „Eine Stadt -zwei Farben“-Gesänge schallen durch den Biergarten, denn bei einem Essener Sieg wäre jetzt zumindest die Relegation sicher.
Entscheidender Treffer kurz vor Schluss
Für die Nerven der RWE-Fans ist das Spiel eine nervliche Zerreißprobe. Lange steht es unentschieden. Doch dann in der Nachspiel-Zeit kommt er: Der alles entscheidende Siegtreffer! Der ganze Biergarten liegt sich jubelnd in den Armen.
Großer Jubel nach dem Abpfiff
Alle warten sehnsüchtig auf das Spielende. Doch das lässt auf sich warten. „Pfeiff doch endlich ab!“ dröhnt es durch den Biergarten. Dann der alles entscheidende Schlusspfiff. RWE schafft es tatsächlich noch in die Relegation.
Die Fans sind aus dem Häuschen, jubeln, stehen auf den Stühlen und fallen sich in die Arme. Und auch Dominik ist vollkommen euphorisch, auch wenn das Spiel bis zuletzt ein Krimi war. „Ich bin wieder gealtert, aber das ist Fußball!“ Und für Relegation hat er auch gleich eine Kampfansage in Petto: „Soll kommen wer da will, wir schaffen das!“
Unsere Quellen:
- Eindrücke der Reporterin vor Ort
- RWE-Fans
Sendung: WDR.de, Fans von RWE Essen feiern das Erreichen der Relegation, 16.5.2026, 17:10 Uhr