
Die Telekom Baskets Bonn sind mit einer Niederlage gegen die Würzburg Baskets in die Viertelfinal-Serie der BBL-Playoffs gestartet.
Trotz eines guten Starts unterlag der Hauptrunden-Vierte Bonn am Freitagabend dem -Fünften Würzburg deutlich mit 54:69 (30:30) – in keinem Saisonspiel haben die Bonner bisher weniger Punkte erzielt. Damit führt Würzburg in der „Best of five“-Serie, in der drei Siege für ein Weiterkommen nötig sind, mit 1:0. Das zweite Spiel findet am Montag (18.05./18.30 Uhr) erneut in Bonn statt, ehe Würzburg im dritten Vergleich (22.05./20.30 Uhr) Heimrecht hat.
Beste Werfer für Bonn waren Joel Aminu (zwölf Punkte) und Jeff Garrett (elf), die als einzige Spieler ihres Teams zweistellig punkteten. Bei Würzburg stach Davion Mintz mit 19 Zählern hervor, Marcus Carr kaum auf zwölf.
Bonn startet mit starkem ersten Viertel
Beide Teams zeigten sich in der Anfangsphase treffsicher. Bonn verteidigte effektiv, nach zwei Spielminuten lief bei den Gästen erstmals die Shotclock aus. Bonn, das Team mit der schlechtesten Dreier-Quote der Liga (27,2 Prozent), versenkte seine ersten zwei Versuche von Außen: Zunächst traf Garret (3. Spielminute) zur 9:8-Führung, dann legte Aminu umgehend nach (12:8).
Das Tempo im Spiel blieb hoch, sowohl Bonn als auch Würzburg leisteten sich einige Fehlwürfe und einzelne Ballverluste. Bei einem schnellen Gegenstoß der Gastgeber stellte Tylan Birts per Dunking auf 18:12 (7.) und legte noch einen erfolgreichen Freiwurf nach. Würzburg war zu diesem Zeitpunkt bereits über zwei Minuten ohne Punkte, Finch (8.) schloss einen 8:0-Lauf Bonns mit einem Dreier zum 22:12 ab. Würzburg nahm die erste Auszeit, doch das erste Viertel ging mit 23:14 an die Bonner.
Würzburg steigert sich im zweiten Abschnitt
Im zweiten Abschnitt wurde die Bonner Führung durch einen Korbleger von Grayson Murphy (11.) zunächst wieder zweistellig (25:14). Die Bonner Defensive hatte die Gäste insgesamt gut im Griff, Würzburgs Top-Scorer Carr kam erst in der 15. Minute zu seinen ersten Punkten (29:22).
Doch auch Würzburgs Defensive machte es den Bonnern zunehmend schwerer und ließ die Gastgeber immer seltener punkten. Würzburg holte mehr Rebounds, hatte weniger Ballverluste und wurde immer treffsicherer: Mintz (17.) brachte sein Team bis auf drei Zähler heran (30:27) und glich von der Dreierlinie kurz darauf aus (30:30). Bonn hatte inzwischen eine hohe Fehlerquote und erzielte im zweiten Viertel lediglich sieben Punkte. Zur Halbzeit hatte Bonn, das sich während der Hauptrunde im Durchschnitt nur 2,0 Ballverluste pro Partie geleistet hatte, bereits zehn Turnover auf dem Konto.
Würzburg kontrolliert die Partie
Auch im dritten Viertel blieb das Spiel sehr physisch. Den ersten Bonner Versuch nach der Halbzeitpause verwandelte Aminu aus der Halbdistanz und bescherte seinem Team nach fünf punktlosen Minuten wieder zwei Zähler (32:30). Würzburg war weiter im Flow und führte nach einem Dunking von David Muenkat (23.) mit 39:34, ehe Aminu mit einem wichtigen Dreier auf 37:39 verkürzte.
Doch die Gäste blieben in der Offensive die deutlich variablere Mannschaft und punkteten zuverlässig. Selbst von der Freiwurflinie fiel bei Bonn nicht mehr viel, die Quote sank auf 46 Prozent. So konnte Würzburg seine Führung Punkt für Punkt ausbauen. Nach einem Korbleger von Christian Skladanowski wurde sie erstmals zweistellig (41:52/29.), ehe Skladanowski sie per Alley oop auf 13 Zähler ausbaute (41:54). Mit einem Zwischenspurt zum Ende des dritten Viertels konnte Bonn den Rückstand zumindest auf neun Zähler verkürzen (45:54).
Würzburg beendet Bonner Aufholjagd
Auch im letzten Viertel lief bei den Bonnern in der Offense erst einmal wenig zusammen. Würzburg hatte die Partie fest im Griff, Carr (32.) sorgte wieder für eine komfortbale Führung (45:58) der Gäste. Doch Bonn gab sich nicht auf, kämpfte um jeden Ball und robbte sich wieder auf sieben Punkte heran (51:58) – ehe Carr die Bonner Aufholjagd nach fünf persönlichen Fehlversuchen von Außen mit einem „Dreier mit Brett“ crashte (51:61). Ein weiterer eiskalt verwandelter Dreier von Mintz (36.) ließ Bonns Hoffnung weiter schwinden (51:64). Würzburg ließ nichts mehr anbrennen und spielte souverän die Uhr runter.
Unsere Quellen:
- Spiel zwischen Bonn und Würzburg am 16.05.2026 beim Streamingdienst DYN
Sendung: WDR.de, „Bonn mit Fehlstart in der Serie gegen Würzburg“, 16.05.2026, 22:51 Uhr