Mutmaßlicher Drahtzieher in U-Haft

Brisante Festnahme nach Anschlägen in Europa

16.05.2026 – 16:51 UhrLesedauer: 2 Min.

Der Verdächtige Mohammad Al-Saadi bei seiner Überstellung in die USA. (Archivbild)Vergrößern des Bildes

Der Verdächtige Mohammad Al-Saadi bei seiner Überstellung in die USA. (Archivbild) (Quelle: x.com/NewYorkFBI/status/2055385450001367345)

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Nach Beginn des Iran-Kriegs folgte eine Anschlag-Serie auf jüdische Einrichtungen in Europa. Nun sitzt ein Verdächtiger in Haft. Ein Trend beunruhigt die Ermittler.

Es kam Attacke auf Attacke im März in den Niederlanden. Erst flogen Brandsätze gegen eine Synagoge in Rotterdam. Dann gab es einen Brandanschlag auf eine jüdische Schule in Amsterdam. Schließlich noch ein Angriff auf die Vereinigung „Christen für Israel“. Anschläge gegen jüdische Einrichtungen in anderen europäischen Staaten folgten.

Nach einer internationalen Fahndung mit Unterstützung der US-Behörde FBI wurde in der Türkei ein Verdächtiger festgenommen: Mohammad Al-Saadi, 32.

Der aus dem Irak stammende Mann soll nach Ansicht der Ermittler mit den Iranischen Revolutionsgarden in Kontakt stehen und auch mit dem Terrornetzwerk Harakat Ashab al-Yamin al-Islamiya (Hayi). Die irakische Gruppierung sorgte in Europa erstmals nach Beginn des Iran-Kriegs mit einer Terrorserie gegen jüdische Einrichtungen für Aufsehen.

Da die Anschlagswelle auch die Niederlassung einer US-Bank in Amsterdam traf, hatte sich auch früh das FBI in die Ermittlungen eingeschaltet. Agenten der US-Bundespolizei hatten Al-Saadi aufgespürt. Al-Saadi wurde direkt an die USA überstellt.

Ein Gericht in New York ordnete Untersuchungshaft an. FBI-Mitarbeiter James C. Barnacle sagte am Wochenende über den Festgenommenen Mohammad Al-Saadi: „Innerhalb eines Zeitraums von nur drei Monaten soll Mohammad Al-Saadi 18 Terroranschläge in ganz Europa gesteuert haben.“

Ermittler besorgt über Wegwerf-Agenten

Die Anschlagsserie im März und April hatte mehrere europäische Länder erschüttert. Es begann mit einer Brandattacke auf eine Synagoge im belgischen Lüttich unweit der deutschen Grenze zu Aachen. Dann folgte eine Anschlagsserie in den Niederlanden.

Allein in den Niederlanden wurden fünf Verdächtige festgenommen, meist Jugendliche. Ihnen werden die unmittelbaren Brandanschläge zur Last gelegt. Ihre Aussagen über mögliche Drahtzieher wie Al-Saadi besorgten die Behörden. Denn sie machten einen neuen Trend aus. Hintermänner warben auf Gaming-Plattformen im Netz gezielt Jugendliche an, die sie für wenige hundert Euro zu den Anschlägen anstifteten und danach oft auffliegen. Von Wegwerfagenten sprechen Sicherheitsexperten.

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