Er war der sanfte Riese Hollywoods: Der Schauspieler Donald Gibb ist am Dienstagabend verstorben. Für seine Fans war er weit mehr als nur der Leinwand-Bösewicht, der mit „Die Rache der Eierköpfe“ vor 40 Jahren bekannt wurde.

Sein Sohn Travis teilte die Nachricht dem US-Promiportal TMZ mit. Gibb habe wohl bereits seit längerer Zeit gesundheitliche Probleme gehabt, wodurch sein Tod nicht überraschend kam. Der Schauspieler starb friedlich im Kreis seiner Liebsten in seinem Zuhause in Texas. Seine Familie bedankte sich in den sozialen Medien bei seinen Fans. Sie baten um Gebete und darum, ihre Privatsphäre zu respektieren.

Vom Nerd-Schreck zur Kultfigur

Seinen Durchbruch hatte Gibb bereits in den 1980er Jahren mit seiner Rolle als Bösewicht „Ogre“ (Frederick Palowakski) in „Revenge of the Nerds“ („Die Rache der Eierköpfe“). Die Rolle fand vor allem durch ihre interessante Charakterentwicklung Anklang im Publikum. Während Gibb anfangs nur den stumpfen Mobber darstellte, zeigte er seine Wandelbarkeit durch die Entwicklung zu dem sympathischen Außenseiter im Laufe der Filmreihe. Zum Markenzeichen wurden seine imposante Statur und „überlebensgroße“ Präsenz.

Donald Gibb (rechts im Bild) wurde bekannt für seine Rolle bei „Revenge of the Nerds”. picture alliance / Everett Collection | ©20thCentFox/Courtesy Everett Collection

Donald Gibb in seiner Rolle als „Ogre”Donald Gibb (rechts im Bild) wurde bekannt für seine Rolle bei „Revenge of the Nerds”.

Seinen nächsten großen Erfolg feierte er mit dem Film „Bloodsport“ (1988) als Ray Jackson. Gemeinsam mit Schauspielkollege und Kampfkünstler Jean-Claude van Damme begeisterte Gibb ein großes Publikum mit dem Film, der zum Kampfsport-Klassiker wurde.

Man kennt Gibb außerdem aus den Filmen „Conan der Barbar“, „Die Supertrottel“, „American Tigers“ oder „Auf der Jagd“. Zudem spielte er in bekannten Kult-Serien wie „Akte X“, „Das A-Team“, „Eine starke Familie“, „Knight Rider“, „MacGyver“, „Magnum“, „Renegade“ oder „X-Factor“ mit. Seinen letzten großen Auftritt hatte er in dem Film „Hancock“ im Jahr 2008.

Ein Erbe, das bleibt

Hinter seinem Leinwand-Image als harter Typ, steckt eine ganz sanfte und freundliche Persönlichkeit, so seine Familie gegenüber der Zeitschrift „Rolling Stone“. Gibb war nämlich mehr als nur Schauspieler: „Mit schwerem Herzen geben wir den Tod von Donald Gibb bekannt – einem geliebten Vater, Großvater, Urgroßvater, Bruder, Onkel, Freund und Schauspieler. Donald liebte Gott, seine Familie, seine Freunde und seine Fans von ganzem Herzen.“

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Er habe stets für viel Freude und Lachen gesorgt und Millionen von Menschen mit seinen Rollen ein Lachen ins Gesicht gezaubert. Donald Gibb bleibt durch seine ikonischen Rollen unvergessen.