1. Startseite
  2. Stars & TV

DruckenTeilen

Uns auf Google folgen

Thomas Hermanns lobt Sarah Engels als Performerin, zweifelt aber offen an ihrem ESC-Song „Fire“ – live im ARD-Countdown aus Wien.

Wien – Kurz vor Beginn des großen Finales (der ESC 2026 hier im Live-Ticker) in Wien war es Barbara Schöneberger, die das Publikum in Stimmung brachte. Ab 20:15 Uhr führte sie live aus dem Wiener MuseumsQuartier durch „Eurovision Song Contest 2026 – Der Countdown“ – ein Format, das längst zur festen Begleiterscheinung des ESC-Abends geworden ist. Mit dabei: der Comedian und langjährige ESC-Kenner Thomas Hermanns, der seine Einschätzung zu Deutschlands Kandidatin Sarah Engels nicht für sich behielt.

Den ESC-Abend im Ersten läutete wie gewohnt „Eurovision Song Contest 2026 – Der Countdown“ ein.Den ESC-Abend im Ersten läutete wie gewohnt „Eurovision Song Contest 2026 – Der Countdown“ ein. © Screenshot/Das Erste/ARD/Eurovision Song Contest 2026 – Der Countdown

Der Eurovision Song Contest feierte in Wien sein 70. Jubiläum, und die ARD rahmte das Spektakel gewohnt aufwendig ein. Barbara Schöneberger, die seit Jahren durch die deutschen ESC-Begleitformate führt, moderierte gemeinsam mit ausgewiesenen Kennern des Wettbewerbs. In einer Gesprächsrunde über die Chancen der antretenden Künstlerinnen und Künstler kam das Gespräch natürlich auch auf Sarah Engels, die mit ihrem Beitrag „Fire“ für Deutschland ins Rennen geht.

Sarah Engels ESC-Song: ARD-Experte Hermanns übt Kritik

Schöneberger gab den Ton vor, als sie Engels mit den Worten „Ich halte viel von dieser tollen Frau“ ins Gespräch einführte. Hermanns pflichtete ihr beim Lob für die Sängerin durchaus bei – zog dann aber eine deutliche Trennlinie zwischen Bewunderung für die Person und Begeisterung für den Song. Engels sei eine erstklassige Performerin mit einer „der besten Popstimmen“ in Deutschland, sagte er sinngemäß. An „Fire“ selbst ließ er weniger Begeisterung erkennen.

Hermanns formulierte seine Kritik präzise und ohne Schärfe: „Ich muss leider sagen, dass ich mit dem Lied an und für sich leider nicht besonders glücklich bin“, sagte er. Der Song erinnere ihn zu sehr an vergangene ESC-Ästhetiken, an das Klischee aus den 2010ern – „retro, ohne es sein zu wollen“, wie er es ausdrückte. Im direkten Vergleich mit den anderen Beiträgen könne „Fire“ dadurch an Wirkung verlieren. Den Startplatz (Nummer zwei), den Deutschland beim Voting einnehme, bezeichnete Hermanns zudem als den „gefährlichsten Platz in der Abstimmung“ – eine Einschätzung, die den deutschen Auftritt in einem zusätzlichen strategischen Licht erscheinen ließ.

Diese Sänger holten für Deutschland die wenigsten Punkte beim „Eurovision Song Contest“Deutsche ESC-Flops: die Girlgroup „No Angels“ 2008, Sängerin Ann-Sophie 2015 und Sänger Malik Harris 2022.Fotostrecke ansehen

Neben Hermanns waren auch der Schweizer ESC-Teilnehmer von 2019, Luca Hänni, sowie César Sampson, der 2018 für Österreich angetreten war, zu Gast in der Countdown-Show. Zum runden Jubiläum des Wettbewerbs gab es ein Legenden-Medley mit Künstlern wie Alexander Rybak und Ruslana. Ob Sarah Engels‘ „Fire“ am Ende die Skepsis des Experten widerlegen kann, entscheidet sich am heutigen Abend – mit dem Beginn des Finales um 21:00 Uhr. Verwendete Quellen: „Eurovision Song Contest 2026 – Der Countdown“ (Das Erste/ARD), eurovision.de