Was war das für ein Spieltag! Lange sah es danach aus, dass der MSV Duisburg den dritten Platz behält und über die Relegation nochmal die Chance für den Aufstieg in die 2. Bundesliga bekommt. Doch am Ende hatte der Fußballgott etwas dagegen und ausgerechnet der große Rivale aus Essen ist in letzter Sekunde am MSV vorbeigezogen.
Pure Dramatik im Aufstiegskampf
Das Spiel in Essen begann munter. Schon in der 2. Minute erzielte der RWE durch Torben Müsel die Führung gegen Ulm. In der 29. Minute folgte dann der Ausgleich für die Spatzen durch einen Strafstoß. Im wichtigsten Parallelspiel des Tages in Meiderich stand es zu diesem Zeitpunkt 0:0-Unentschieden. Allerdings wurde den Zebras ein glasklarer Elfmeter verwehrt als Lobinger im Trikot des MSV im Strafraum zu Boden ging. Kloss im Trikot der Kölner steig dem Duisburger auf den Fuß – der Elfmeterpfiff ertönte allerdings trotzdem nicht.
Die Schlussphase der ersten Halbzeit in Ulm wurde dann wild. Erst erzielte Chessa in der 35. Minute die 2:1-Führung für die Hausherren, ehe Torben Müsel mit seinem zweiten Treffer an diesem Tag das Unentschieden zur Pause rettete. Zu diesem Zeitpunkt wäre der MSV Duisburg als dritter in die Relegation gegangen. Essen wäre auf dem vierten Tabellenplatz leer ausgegangen.
Das Wunder von der Wedau bleibt aus – Essen pfeift fröhlich bei den Spatzen
In der zweiten Halbzeit wurde es dann in Meiderich wild. In der 50. Minute erzielte Taylan Duman für die Viktoria aus Köln das zwischenzeitliche 1:0. Und das zeigte Wirkung in der Tabelle: Essen ist auf Platz drei gesprungen, der MSV stand plötzlich nur noch auf Rang vier. Allerdings sollte dieser Zwischenstand nicht lange anhalten. In der 76. Minute erzielte Joshua Bitter für den MSV Duisburg den Ausgleich zum 1:1. Damit begann sowohl in Meiderich, als auch im Spatzenland das große Zittern.
Duisburg und Essen drängten jeweils auf den Siegtreffer, um nicht mehr vom Parallelspiel abhängig zu sein. Nach unzähligen Ecken und einem Pfostenschuss für Essen folgte dann schlussendlich die Erlösung: In der zweiten Minute der Nachspielzeit bugsierte Ben Hüning den Ball nach einer Ecke irgendwie über die Torlinie und löste in Ulm und Essen die pure Ekstase aus. 3:2 wenige Sekunden vor dem Ende – Essen steht auf dem Relegationsplatz!
Doch noch war in Duisburg noch nicht Schluss. Wenige Sekunden nach dem Führungstreffer der Rot-Weissen in Ulm traf Kapitän Rasim Bulic den Pfosten und verpasste somit die Führung und das Tor für die Relegation für Duisburg. Wenige Minuten später war Schluss an Wedau – die bangen Blicke nach Ulm. Dort spielte Essen die Führung allerdings runter und sicherte sich somit in einem hochdramatischen Finish den dritten Tabellenplatz.