Gebühren für Parkplätze

Das kostet das Parken in den Städten im Südwesten

Aktualisiert am 17.05.2026 – 04:00 UhrLesedauer: 3 Min.

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Viele Kommunen in Baden-Württemberg haben die Gebühren für Anwohnerparken erhöht – oder wollen diese erhöhen. (Symbolbild) (Quelle: Marijan Murat/dpa/dpa-bilder)

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Der Parkdruck steigt gerade in größeren Städten im Land. Was einzelne Kommunen in Baden-Württemberg von Autofahrern verlangen – und wer der Spitzenreiter ist.

Höhere Gebühren für Anwohnerparkausweise, teureres Parken in den Innenstädten: Mit höheren Parkgebühren versuchen mehrere Städte im Südwesten dem wachsenden Parkdruck zu begegnen – aber auch steigende Kosten aufzufangen und damit die klammen öffentlichen Kassen zu entlasten. Ein Überblick:

Die Teuren

Karlsruhe ist mit 360 Euro Jahresgebühr für Anwohnerparkausweise laut Verkehrsministerium der Spitzenreiter im Südwesten. Der Gemeinderat hatte im Dezember die Erhöhung von 180 Euro pro Jahr auf 360 Euro beschlossen, wie die Stadt mitteilt. Auch beim Parken in der Innenstadt entschied sich der Gemeinderat zu einer Erhöhung: Eine Stunde kostet von Juni an 6 Euro statt bisher 4 Euro.

Ulm hat die Kosten für Anwohnerparkausweise zum Februar auf 300 Euro angehoben – von zuvor 200 Euro. An Parkscheinautomaten auf öffentlichen Parkflächen in der Innenstadt zahlen Autofahrer in Ulm aktuell 2,50 Euro pro Stunde. Im kommenden Jahr soll dies laut Stadt drei Euro pro Stunde kosten.

In Tübingen kostet ein Anwohnerparkausweis generell 240 Euro pro Jahr, wie die Verwaltung mitteilt. Für besonders große Fahrzeuge erhöhe sich die Gebühr auf 300 Euro: Dabei geht es um klassische Autos mit einem Gewicht von mehr als 1,8 Tonnen und Elektrofahrzeuge mit einem Gewicht von mehr als 2 Tonnen. Tübingen bietet – wie einige andere Kommunen – einen Nachlass für Menschen mit geringem Einkommen.

Das breite Mittelfeld

In Freiburg kosten Anwohnerparkausweise pro Jahr 200 Euro. Parken im Innenstadtbereich kostet an den Straßen seit Februar 4,20 Euro die Stunde. Davor waren es noch 3,80 Euro, wie die Stadt mitteilt. Demnach werden die Parkgebühren laut Gemeinderatsbeschluss alle zwei Jahre um jeweils zehn Prozent erhöht.

In Mannheim liegt die Gebühr für Anwohnerparkausweise pro Jahr bei 127,50 Euro, wie die Stadt mitteilt. Das Parken am Straßenrand im Kern der Innenstadt stieg zu diesem Jahr von 3,60 Euro die Stunde auf vier Euro. Dabei wurde das Parken in den städtischen Parkhäusern und Tiefgaragen auf maximal zwei Euro für die erste Stunde gesenkt.

In Heidelberg beträgt die Jahresgebühr für einen Bewohnerparkausweis laut Stadtverwaltung 120 Euro. Der Gemeinderat hatte Ende 2025 eine Erhöhung der Gebühren beschlossen. Die Verwaltung arbeite aktuell noch an einer Umsetzung, heißt es von der Stadt. An Parkscheinautomaten kostet eine Stunde drei Euro – auch in der Innenstadt. In den Parkhäusern der Stadtwerke Garagen GmbH kostet demnach die erste Stunde 2,50 Euro.

Auch Ludwigsburg verlangt laut Stadtverwaltung 120 Euro Jahresgebühr für einen Anwohnerparkausweis. Parken in der Innenstadt kostet in Bereichen mit Parkscheinautomaten demnach drei Euro die Stunde.

In Heilbronn steigen die Gebühren für die Anwohnerparkausweise zum kommenden Jahr von generell 30,70 Euro auf 120 Euro. Die Parkgebühren in der Innenstadt steigen demnach von rund 1,50 Euro für die erste Stunde auf drei Euro. Zudem gibt es eine Begrenzung der Parkzeit auf maximal eine Stunde.