Operativer Gewinn

Media For Europe erzielt dank strikter Kostensenkungen im ersten Quartal einen operativen Gewinn. Das überrascht die Analysten. Für eine Trendwende braucht es aber noch mehr, denn die Werbeeinnahmen schrumpfen.

Das Logo von Media For Europe in einer Illustration: Der Medienkonzern hat im vergangenen Quartal operativ überrascht.Das Logo von Media For Europe in einer Illustration: Der Medienkonzern hat im vergangenen Quartal operativ überrascht.

Reuters Frankfurt

Der italienische Medienkonzern und ProSiebenSat.1-Eigner Media For Europe (MFE) hat dank gesenkter Kosten zum Jahresstart im operativen Geschäft überraschend einen Gewinn erzielt. Der Betriebsgewinn habe im ersten Quartal bei 13,6 Mill. Euro gelegen, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Verlust von 50,1 Mill. Euro angefallen war, teilte das von der Familie des verstorbenen früheren italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi kontrollierte Unternehmen am Mittwoch mit. Analysten hatten dagegen mit einem Verlust von 14 Mill. Euro gerechnet. Das Management führte die Ergebnisverbesserung vor allem auf eine deutliche Senkung der Betriebskosten zurück.

Unter dem Strich stand zwar weiterhin ein Nettoverlust von 26,1 Mill. Euro. Dieser fiel jedoch deutlich niedriger aus als das Minus von 41,3 Mill. Euro aus dem Vorjahr. Der Gesamtumsatz stagnierte von Januar bis März bei rund 1,46 Mrd. Euro, während die Werbeeinnahmen auf 953 (Vorjahr: 995) Mill. Euro schrumpften. Für das Gesamtjahr rechnet MFE mit einer deutlichen Ergebnisverbesserung und einer höheren operativen Marge. Der Sparkurs zahlte sich auch bei der deutschen Tochter ProSiebenSat.1 aus. Die TV-Senderkette hatte dank Kostensenkungen ihr Quartalsergebnis ebenfalls verbessern können.