8.15 Uhr: Polizei und Feuerwehr prüfen das Gelände
Laut einer Allgemeinverfügung muss geklärt werden, ob tatsächlich alle Personen im Radius von rund 1,5 Kilometern das Gebiet geräumt haben. Rund einhundert Einsatzkräfte der Feuerwehr, unterstützt von der Polizei, gehen von Tür zu Tür und prüfen. Das wird bis in die Mittagszeit dauern. Erst wenn von dieser Seite grünes Licht kommt, kann der Kampfmittelräumdienst seine Arbeit aufnehmen.
7.45 Uhr: Die Menschen strömen in die Jahnhalle
Bis 8 Uhr soll die Evakuierung der rund 26.000 Menschen aus dem gefährdeten Gebiet abgeschlossen sein.
Sonntag, 17. Mai, 6.00 Uhr: Überlandhilfe aus Karlsruhe unterwegs nach Pforzheim
Im Einsatz befinden sich insgesamt 21 Fahrzeuge mit 66 Einsatzkräften der Hilfsorganisationen Deutsches Rotes Kreuz, Malteser Hilfsdienst, Johanniter-Unfall-Hilfe sowie Arbeiter-Samariter-Bund aus Stadt und Landkreis Karlsruhe. Die Kräfte übernehmen insbesondere Aufgaben im Bereich Transport, Betreuung und Unterstützung der Evakuierungsmaßnahmen, heißt es in einer Presseerklärung.

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Helfer aus Karlsruhe fahren nach Pforzheim
Foto: Branddirektion Karlsruhe
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Helfer aus Karlsruhe fahren nach Pforzheim
Foto: Branddirektion Karlsruhe
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14.50 Uhr: Fernverkehr fällt aus
Wie die Deutsche Bahn mitteilt, müssen am Sonntag, 17. Mai, zwischen 10 und 15 Uhr betroffene Züge umgeleitet werden. Dadurch entfallen die Halte Mühlacker und Pforzheim Hbf.
Betroffen sind folgende Verbindungen im Fernverkehr:
IC-Züge zwischen Karlsruhe – Stuttgart – Nürnberg – Saalfeld (Saale) – Leipzig
Die Züge der Linie RB 74 aus Richtung Horb beginnen und enden in Pforzheim-Weißenstein. Auf der Linie RB 72 wird kein Zugverkehr zwischen Pforzheim Hbf und Maulbronn Stadt/Kloster möglich. Ein Ersatzverkehr mit Bus kann nicht eingerichtet werden.
Betroffene Linien:
RB 72 (Pforzheim – Maulbronn Stadt/Kloster)
RB 74 (Pforzheim – Horb – Tübingen)
14.05 Uhr: SEV für Linien S5 und S6 wird eingerichtet

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Schienenersatzverkehr (Symbolbild)
Foto: Michael Krauth/KVV
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Schienenersatzverkehr (Symbolbild)
Foto: Michael Krauth/KVV
Da während der Entschärfung auch der Hauptbahnhof und ZOB in Pforzheim evakuiert werden muss, kommt es am Sonntag, 17. Mai, ab 7.30 Uhr zu Einschränkungen bei den Stadtbahnlinien S5 und S6, da diese den Bahnhof nicht anfahren können. Die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) passt ihr Betriebskonzept entsprechend an, wie sie in einer Pressemitteilung bekannt gibt.
Betriebskonzept der AVG am 17. Mai von circa 7.30 Uhr bis zur Aufhebung der Evakuierung:
- Die Stadtbahnlinie S6 pendelt zwischen Bad Wildbad und Brötzingen Mitte
- SEV mit Bussen zwischen Söllingen Reetzstraße und Brötzingen Mitte
(bedient alle Haltestellen entlang der Strecke – mit Ausnahme von Pforzheim Hauptbahnhof und Pforzheim Maihälden) - Die aus Karlsruhe in Richtung Pforzheim und Bad Wildbad durchgebundenen Stadtbahnen der Linien S5 und S6 enden bereits in Karlsruhe an der Haltestelle Tullastraße/Alter Schlachthof.
- Fahrgäste, die von Karlsruhe in Richtung Bad Wildbad unterwegs sind, werden gebeten, die regulär verkehrenden Bahnen bis Söllingen Reetzstraße zu nutzen. Dort besteht Anschluss auf den SEV in Richtung Bad Wildbad.

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Blick auf die Pforzheimer Stadtkirche in der Innenstadt. (Symbolbild)
Foto: Adobe Stock – Fabian Reinhardt
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Blick auf die Pforzheimer Stadtkirche in der Innenstadt. (Symbolbild)
Foto: Adobe Stock – Fabian Reinhardt
15. Mai, 9.41 Uhr: Weltkriegsbombe gefunden
Im Pforzheimer Oststadtpark wurde am Mittwoch, 13. Mai, eine Weltkriegsbombe gefunden. Das gibt die Stadt Pforzheim in einer Pressemitteilung bekannt. Die Bombe wurde bei Bauarbeiten am Quartierspark in der Oststadt im Bereich der Ecke Dammstraße/Stückelhäldenstraße entdeckt. Die Entschärfung vor Ort sowie eine großangelegte Evakuierung sind für Sonntag, 17. Mai, ab 8 Uhr angesetzt.
Bürgertelefon ab Freitag eingerichtet
Ab Freitagmittag, 15. Mai, ist von 12 Uhr bis um 22 Uhr (Samstag und Sonntag ab 8 Uhr) ein Bürgertelefon eingerichtet. Alle, die Fragen zur Evakuierung und den Maßnahmen haben, können die Telefonnummer 07231 39-1000 anrufen. Die Stadt informiert außerdem über die städtische Homepage und Social Media.

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Mann vom Kampfmittelbeseitigungsdienst (Symbolbild).
Foto: Igor Myroshnichenko
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Mann vom Kampfmittelbeseitigungsdienst (Symbolbild).
Foto: Igor Myroshnichenko
1,8 Tonnen schwere Bombe
Konkret handelt es sich um eine Bombe mit einem Gewicht von zirka 1.800 Kilogramm mit zirka 1.350 Kilogramm Nettoexplosivstoffmasse (NEM). Es besteht derzeit keine akute Gefahr für die Bevölkerung. Die Feuerwehr Pforzheim sowie die Polizei und der Kampfmittelbeseitigungsdienst sind mit Einsatzkräften vor Ort.
Evakuierungsradius von 1,5 Kilometern
Eine Evakuierung in einem Radius von rund 1,5 Kilometern ist für Sonntagmorgen, 17. Mai, vorgesehen. Das betroffene Gebiet muss bis 8 Uhr verlassen werden. Die Planungen zum genauen zeitlichen Ablauf der Evakuierung, der Unterbringung der Betroffenen und der Entschärfung der Bombe laufen derzeit auf Hochtouren.

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Evakuierungsradius für die Bombenentschärfung in Pforzheim.
Foto: Stadt Pforzheim
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Evakuierungsradius für die Bombenentschärfung in Pforzheim.
Foto: Stadt Pforzheim
Betroffen von der Evakuierung ist ein großer Teil der Innenstadt und damit rund 27.000 Bürgerinnen und Bürger. Ebenfalls wird der Bahnverkehr Richtung Karlsruhe und Stuttgart sowie der gesamte ÖPNV während der Maßnahmen stark eingeschränkt sein, beziehungsweise zeitweise komplett ausfallen. Ausgenommen von der Evakuierung ist das Helios-Krankenhaus.