Transnistrien ist eine abtrünnige Region im Osten Moldaus an der Grenze zur Ukraine, die seit Anfang der 1990er-Jahre weitgehend unter russischer Kontrolle steht. Einem Erlass des Kremlchefs vom Freitag zufolge sollen Einwohner von Transnistrien ab 18 Jahren russische Staatsbürger werden können, auch wenn sie nicht – wie sonst gefordert – fünf Jahre in Russland gewohnt haben. Der Kreml in Moskau veröffentlichte das Dokument.

Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj verurteilte das Dekret: „Dieser Schritt ist vielsagend und bedeutet nicht nur, dass Russland auf diese Weise nach neuen Soldaten sucht, da die Staatsbürgerschaft Wehrpflicht mit sich bringt.“ Es sei auch ein Zeichen dafür, dass Russland das Gebiet Transnistriens als sein eigenes beanspruche. Kiew wolle gemeinsam mit der moldauischen Regierung Maßnahmen erarbeiten, um darauf zu reagieren.

Russland-Experte hält baldigen Angriff auf Westen für unrealistisch

Immer wieder warnen Experten vor einem baldigen Angriff Russlands auf die Nato. Matthias Uhl tritt dem entgegen: Manche der Experten würden zu Dramatisierungen neigen und Putin überschätzen.

WW2-ANNIVERSARY/RUSSIA-PARADEVergrößern des BildesWladimir Putin begutachtet die Militärparade zum „Tag des Sieges“ in Moskau: Will der Krmelchef die Nato militärisch herausfordern? (Quelle: Pavel Bednyakov/reuters)

USA lassen Ausnahme von Sanktionen auf russisches Öl auslaufen

Die USA haben eine Ausnahmeregelung auslaufen lassen, die in den vergangenen Wochen angesichts der im Iran-Krieg gestiegenen Energiepreise Sanktionen auf russisches Öl gelockert hatte. Vor gut einem Monat hatte eine Behörde des Finanzministeriums mitgeteilt, den Verkauf und die Lieferung von russischem Öl, das bis zu einem bestimmten Zeitpunkt auf Schiffe geladen wurde, bis zur Nacht auf diesen Samstag von US-Verboten auszunehmen. Bis zum Nachmittag (Ortszeit) veröffentlichte die Behörde auf ihrer Website keinen Hinweis über eine Verlängerung der Maßnahme.

Im Video | Tankstelle explodiert: Gigantischer Feuerball über Russland

Video lädtPlayer wird geladenQuelle: t-online

In den USA gibt es seit Jahren Sanktionen, die den russischen Ölsektor betreffen. Mit ihrer Ausnahmeregelung wollten die USA globale Energiemärkte beruhigen. Aus diesem Grund hatten sie bereits Mitte März für einige Wochen eine solche Maßnahme veranlasst. Kritiker bemängelten, Russland werde dadurch finanziell gestärkt. Der Kreml nutzt die Einnahmen aus der Ölindustrie zur Finanzierung seines Kriegs gegen die Ukraine.

Russland will 556 ukrainische Drohnen abgewehrt haben

Die russischen Streitkräfte haben in der Nacht nach Angaben des Verteidigungsministeriums im ganzen Land insgesamt 556 ukrainische Drohnen abgewehrt. Das berichtete Russlands staatliche Nachrichtenagentur Tass. Die Angaben aus Moskau konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden. Zuvor hatten russische Behördenvertreter im Raum Moskau und auf der besetzten Schwarzmeer-Halbinsel Krim von Drohnenangriffen berichtet.

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