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München – Diesel-Fahrer können aufatmen: Zum ersten Mal seit Anfang März ist Diesel wieder günstiger als E10. Im bundesweiten Tagesdurchschnitt kostete ein Liter Diesel am Sonnabend 1,990 Euro. Ein Liter E10 lag bei 1,994 Euro, wie der ADAC mitteilt. Damit ist Diesel im Vergleich zu Freitag um 0,9 Cent billiger geworden. E10 blieb hingegen unverändert. Noch Anfang April, zur Zeit der Höchststände bei den Spritpreisen, sah das ganz anders aus. Damals war Diesel zwischenzeitlich mehr als 25 Cent teurer als E10 – obwohl Diesel niedriger besteuert wird.

Seither hat sich das Bild deutlich gedreht. Diesel ist um gut 45 Cent pro Liter billiger geworden, Super E10 dagegen nur um knapp 20 Cent. Mit dem Tankrabatt hat der neue Preisvorteil nichts zu tun. Der beträgt bei beiden Kraftstoffen 16,7 Cent pro Liter und wirkt damit auf Diesel und E10 gleichermaßen. Bundesweit ist das Bild aber nicht überall gleich. Diesel war am Sonnabend im Tagesdurchschnitt nur in 12 von 16 Bundesländern günstiger als E10. In vier Bundesländern ist es noch umgekehrt: In Hamburg, Bremen, Baden-Württemberg und Bayern kostete E10 weiterhin weniger als Diesel.

Beim Diesel auf Importe angewiesen

Beim Preis reagiert Diesel deutlich empfindlicher auf Krisen als Benzin. Ein Grund: Deutschland ist bei Diesel teilweise auf Importe angewiesen. Schon zu Beginn des Ukraine-Krieges schoss der Dieselpreis deshalb schneller nach oben als der von Benzin. Monatelang mussten Diesel-Fahrer mehr zahlen. Vor Beginn des Ukraine-Krieges war der Abstand hingegen deutlich größer: Diesel lag im Schnitt mehr als 15 Cent unter dem Preis von E10. Dieses Niveau wurde seither nicht mehr über längere Zeit erreicht – auch, weil bis 2022 viel relativ günstiger Diesel aus Russland importiert wurde. In den Jahren 2024 und 2025 lag Diesel im Schnitt nur noch etwas mehr als 8 Cent unter dem Preis von E10.

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Grundsätzlich wird in Deutschland deutlich mehr Diesel als E10 verbraucht. Das liegt vor allem daran, dass die große Mehrheit aller Lastwagen mit Diesel fährt. Bei Privatpersonen hingegen sind Autos mit Benzinmotor verbreiteter. Die beiden wichtigsten Superbenzinsorten heißen E5 und E10. E10 enthält einen höheren Anteil an Biosprit und war zuletzt meist etwa 6 Cent billiger als E5. Trotzdem wird E5 insgesamt noch häufiger getankt – obwohl die allermeisten Autos auch das günstigere E10 vertragen.