Anlässlich des Weltfahrradtags rufen Fridays for Future Halle und der ADFC Halle am 05. Juni 2026 zu einer Fahrraddemonstration auf. Treffpunkt ist um 18 Uhr am Steintor. Von dort führt die Demonstration durch die Stadt. Ziel ist es, auf die unzureichende Fahrradinfrastruktur aufmerksam zu machen und konkrete Verbesserungen einzufordern. Die beiden Organisationen wollen dabei gerade vor den in diesem Jahr anstehenden Landtagswahlen auf das Thema aufmerksam machen.
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„Unsere Straßen sind für Autos gebaut. Für andere Verkehrsteilnehmende wie Fußgänger:innen und Fahrradfahrende ist oft kein Raum zwischen Fahrbahn und Parkplätzen eingeplant.“, sagt Raphi von Fridays for Future Halle. „Für ein zukunftsfähiges und sicheres Verkehrsbild in der Stadt müssen wir unsere Infrastruktur umbauen und für alle Verkehrsteilnehmende zugänglich gestalten.“
Die angekündigte Fahrraddemo fand in ähnlicher Form auch bereits in den letzten Jahren statt und zog in der Regel viele Teilnehmende an. Die Organisator:innen kritisieren, dass die Kommunen eine sichere und nachhaltige Infrastruktur mit den angespannten Haushaltslagen nur mit Unterstützung vom Land umsetzen können und fordern alle Parteien auf entsprechende Prioritäten in ihrer Politik zu setzen.
„Ich lege fast all meine Wege in der Stadt mit dem Fahrrad zurück. Leider fühle ich mich dabei in den meisten fällen nicht sicher. Fahrradwege fehlen in vielen Straßen, sind kaputt oder nur ein Streifen auf der Straße. Realer Schutz für Fahrradfahrende ist nur an den wenigsten Stellen vorhanden. Gerade für junge Menschen ist das ein enormes Risiko. Der Bedarf ist da, das sieht man auch an Initiativen wie dem Fahrradbus – die Politik in Stadt und Land muss jetzt nachziehen und den Verkehr für alle sicherer und zugänglicher machen.”, erklärt Zoey-Mia Günther von Fridays for Future Halle.
Der ADFC und Fridays for Future Halle sind nicht die einzigen Akteure die seit längerem auf den Handlungsbedarf im Punkto Fahrradinfrastruktur aufmerksam machen, auch der wöchentlich fahrende Fahrradbus macht das immer wieder zum Thema. Zuletzt wurde dieser auch vom Bildungsminister Jan Riedel begleitet. Ausreichende politische Konsequenzen gab es aus Sicht der Klimabewegung jedoch nicht, hier erhoffen sie sich vom anstehenden Wahlkampf mehr, damit das auch zur Realität wird, rufen sie zur zahlreichen Teilnahme am 05. Juni ab 18 Uhr ausgehend vom Steintor auf.
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