War in Thun Co unter Fischer 

Union Berlin will Schweizer Meistertrainer Lustrinelli: Fischer-Zögling

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Der Schweizer Meistertrainer Mauro Lustrinelli ist übereinstimmenden Berichten zufolge Wunschkandidat beim 1. FC Union Berlin für die Nachfolge von Marie-Louise Eta. Der „Kicker“ und „Sky“ berichten, dass sich die Vereinsbosse um Sportchef Horst Heldt und Präsident Dirk Zingler in fortgeschrittenen Gesprächen mit dem 50-Jährigen befinden.

Lustrinelli hatte in der Schweiz gerade für ein Fußballmärchen gesorgt und Aufsteiger FC Thun sensationell zum Titel geführt. Jetzt winkt dem kleinen Klub sogar die Königsklasse. Lustrinelli besitzt noch einen Vertrag bis 2028.

Favorit bei Union Berlin: Lustrinelli war Co-Trainer unter Fischer

Eta hatte im April als erste Cheftrainerin der Bundesliga-Geschichte die Nachfolge von Steffen Baumgart angetreten. Ihr Engagement war auf fünf Saisonspiele begrenzt. Die 34-Jährige trainiert künftig die Union-Frauen. Nach „Kicker“-Informationen hatten die Köpenicker bereits ein konkretes Trainerprofil festgelegt: Demnach will der Verein einen Trainer, der fließend deutsch spricht, junge Spieler fördert und auf sie setzt sowie auf einen aktiven, mutigen Spielstil vertraut.

Lustrinelli würde in dieses Profil passen. Sowohl in Thun als auch zuvor als Schweizer Jugendnationaltrainer hat der 50-Jährige nachgewiesen, dass er ein Händchen dafür hat, junge Spieler weiterzuentwickeln. Der ehemalige Schweizer Nationalspieler hatte als Profi selbst in Thun den Durchbruch geschafft hatte und übernahm dort 2022 den Cheftrainer-Posten nach Stationen als Nachwuchstrainer beim Schweizer Verband und als Co-Trainer beim FCT unter Union-Legende Urs Fischer und Heinz Moser. Als Spieler lernte er etwa von Hanspeter Latour und Köbi Kuhn, „die mir viel über Mannschaftsführung beigebracht haben“, wie er im November 2025 im Transfermarkt-Interview erklärte, oder von Ottmar Hitzfeld, „der mir gezeigt hat, dass man mit wenigen aber gezielten Worten ein Team exakt auf einen Gegner einstellen kann.“

Dass er mit einem kleinen Budget, Thun startete die Super-League-Saison mit dem geringsten Kaderwert aller Teams, Erfolg haben kann, dürfte in Köpenick auf offene Arme stoßen. Bei TM sagte er im Herbst darüber: „Wenn man gezielt nach klaren Profilen arbeitet und gezielte Profile sucht, dann kann man im Fußball auch mit geringen Mitteln erfolgreich sein. Das Wichtigste ist, sich klarzumachen, dass man vielleicht nicht sofort zehn Schritte nach vorne machen kann.“

Auch Eichner und Steffen gelten als Union-Kandidaten

Zuvor wurden bereits Christian Eichner, der den Zweitligisten Karlsruher SC verlässt, sowie der ehemalige Bremen-Coach Horst Steffen in den Medien hoch gehandelt. Lustrinelli wäre seit dem Ende der Ära Fischer 2023 bereits der sechste Trainer an der Seitenlinie der Eisernen. Baumgart hatte sich mit 464 Tagen noch am längsten im Amt gehalten. Die Engagements von Marco Grote, Nenad Bjelica, Bo Svensson und Eta waren dagegen jeweils nur kurze Episoden.

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