Hoffenheim. Trotz einer deutlichen Niederlage zum Saisonabschluss steht für die TSG Hoffenheim ein großer Erfolg fest. Der Verein aus dem Kraichgau spielt in der kommenden Saison international in der Europa League.

Das 0:4 bei Borussia Mönchengladbach tat zwar weh. Gleichzeitig überwog nach dem Abpfiff der Stolz auf eine überraschend starke Spielzeit. Mit Fans feierten Spieler und Verantwortliche den fünften internationalen Startplatz der Vereinsgeschichte. Auf T Shirts war der Satz zu lesen „Nicht schlecht für einen Dorfverein. Zum 5. Mal Hoffe international“.

Mit einem Sieg in Gladbach hätte Hoffenheim sogar die Qualifikation für die Champions League geschafft. Trainer Christian Ilzer sprach deshalb von einem bitteren Abschluss. „Das heutige Ergebnis schmerzt uns alle“, sagte der 48-Jährige. Mit Blick auf die gesamte Saison überwiege jedoch die Zufriedenheit.

Stolz auf die Entwicklung der Mannschaft

Mittelfeldspieler Grischa Prömel zog ebenfalls ein positives Fazit. „Über allem steht einfach eine grandiose Saison“, sagte der 31-Jährige. Jeder Spieler im Kader könne stolz auf die Leistung sein.

Ein Teil der Mannschaft reist laut Prömel am Montag, 18. Mai, zur Erholung nach Mallorca. Nach der intensiven Spielzeit soll dort kurz gefeiert und regeneriert werden.

Diskussion um Baumann im DFB Tor

Für Hoffenheims Torhüter Oliver Baumann rückte parallel die Diskussion um die Nummer eins im deutschen Nationalteam in den Fokus. Nach einem Bericht von Sky Sport könnte Manuel Neuer in den WM Kader zurückkehren, sofern nichts Ungewöhnliches mehr passiert. Baumann wäre dann möglicherweise wieder Ersatz.

Der Hoffenheimer zeigte sich dennoch selbstbewusst. Er gehe davon aus, beim Turnier als Stammtorwart eingeplant zu sein, sagte Baumann in der ARD. Bundestrainer Julian Nagelsmann äußerte sich im ZDF Sportstudio nicht konkret zu der Frage.

Trainer Ilzer wollte die Debatte nicht weiter kommentieren. Die Entscheidung liege allein beim Bundestrainer. Baumann habe sowohl im Verein als auch im Nationalteam „einen super Job gemacht“.

Ilzer sieht Hoffenheim auf gutem Weg

Für Hoffenheim bleibt vor allem die sportliche Entwicklung der vergangenen Monate bemerkenswert. Ilzer formte aus einem Team im Abstiegskampf eine Mannschaft für den Europapokal.

Die Mannschaft sei im Verlauf der Saison eng zusammengewachsen, erklärte der Trainer. Die 61 Punkte seien ein starkes Ergebnis. Noch wichtiger sei jedoch, dass sich eine stabile Gruppe entwickelt habe.

Trotz der klaren Niederlage zum Abschluss sieht Ilzer deshalb keinen Rückschritt. Das Spiel sei zwar ein schmerzhafter Abschluss gewesen. Es markiere jedoch nicht das Ende der Entwicklung der Mannschaft. dpa/red