
Stand: 17.05.2026 15:42 Uhr
Anlässlich des Internationalen Tags gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie (IDAHOBIT) hat die Polizeidirektion Hannover eine aktuelle Statistik vorgestellt. Hasskriminalität verlagere sich ins Internet.
Diese Entwicklung bereite den Ermittlern Sorge, teilte die Polizeidirektion am Sonntag mit. Die Zahl der Fälle von queerfeindlicher Hasskriminalität im Netz habe sich in den vergangenen drei Jahren verdoppelt.
Queerfeindliche Taten werden gesondert erfasst
Die Zahl queerfeindliche Delikte insgesamt bewegt sich im Bereich der Polizeidirektion Hannover seit einigen Jahren relativ konstant im unteren bis mittleren zweistelligen Bereich. In der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) werden sie als „Hasskriminalität aufgrund der sexuellen Orientierung“ sowie „Hasskriminalität aufgrund geschlechtsbezogener Diversität“ gesondert erfasst.
„Wir tolerieren keinen Hass“, sagte Polizeipräsidentin Gwendolin von der Osten. „Jede Tat gegen die LSBTIQ-Community ist eine Tat gegen die Werte unserer Gesellschaft.“ Spezielle Ansprechpersonen sollen helfen, Betroffene kompetent zu unterstützen. Sie fungierten als Bindeglied zwischen der Community und der Behörde, hieß es. „Unsere wichtigste Aufgabe ist die Ansprechbarkeit“, erklärte Polizeikommissarin Zoé Vaßmer, die diese Rolle einnimmt. „Denn viele Betroffene zögern nach wie vor, Übergriffe oder Beleidigungen zur Anzeige zu bringen – oft aus Scham oder der Sorge, nicht ernst genommen zu werden.“
Keine „Krankheit“: Deshalb ist der 17. Mai ein Gedenktag
Der Internationale Tag gegen Queerfeindlichkeit geht auf den 17. Mai 1990 zurück. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) beschloss an diesem Tag, Homosexualität von der Liste psychischer Krankheiten zu streichen. Im Jahr 2004 wurde der 17. Mai zum Gedenktag erklärt.

Ob im Alltag oder beim Sport, Personen erleben Queerfeindlichkeit überall. Besonders im Fußball ist das ein Problem.

Die Stadt ist einem globalen Bündnis zum Schutz unter anderem schwuler und lesbischer Menschen beigetreten.

Die neue Meldestelle soll Betroffenen auch helfen, Unterstützung zu finden. Auch Hass im Netz kann dort gemeldet werden.

Der 34-jährige Angeklagte soll seinen Mitbewohner erstochen haben. Die Staatsanwaltschaft vermutet ein religiöses Motiv.