Schauspielerin Tomomi Themann und Schauspieler Filip Schnack in einer Grotte

AUDIO: Märchenhaft: Dreharbeiten am Schweriner Schloss für Weihnachtsfilm (4 Min)

Stand: 17.05.2026 15:17 Uhr

Bei strömendem Regen dreht der NDR für den neuen Märchenfilm „Die Prinzessin und der Stalljunge“ am Schweriner Schloss. Zu Weihnachten 2027 soll der Film mit Tomomi Themann und Filip Schnack in den Hauptrollen im Ersten gesendet werden.

von Karin Erichsen

Es regnet in Strömen als das Filmteam am frühen Morgen seine Technik aufbaut. Aber fluchen hilft nicht. Für heute sind die Außenaufnahmen vom Königspalast eingeplant und deswegen sind das Filmteam, Schauspieler, Techniker, Kameramänner und Tonassistenten, die Regisseurin, die Produktions- und der Aufnahmeleiter mit großen LKW nach Schwerin gekommen. Im Burggarten haben sie Zelte für die Technik aufgeschlagen. Die Schauspieler frieren unter Schirmen, nur wer gerade dran ist, stellt den Schirm kurz beiseite.

Gruppenbild aus dem NDR Märchenfilm "Die Prinzessin und der Stalljunge"

„Die Prinzessin und der Stalljunge“ heißt das Weihnachtsmärchen. Gedreht wird in Hamburg, Schwerin und in der Nähe von Itzehoe.

Es wird gedreht, wie der Stalljunge Otto sich an der Wache vorbei in den Palast schleicht. 22 Szenen müssen in den Kasten. Als Nächstes kommt die Flucht der Prinzessin und des Stalljungen an die Reihe. Zum Glück spielt diese Szene in der regenfesten Felsengrotte.

Schauspielerin Tomomi Themann ist hin und weg

Ein Kamerateam in einer Grotte

In der Grotte bleiben die Kameraleute und die Darsteller trotz des strömenden Regens trocken.

Tomomi Themann und Filip Schnack spielen die Hauptrollen in dem neu kreierten Märchen „Die Prinzessin und der Stalljunge“. Darin geht es um ein ungleiches Paar, das nach etlichen bestandenen Abenteuern durch Feenzauber zusammenfindet. Die junge Schauspielerin Tomomi Themann, vielen bekannt aus „Die Schule der magischen Tiere“, ist trotz des Regens begeistert vom Drehort. „Ich finde es so toll! Wir sind hier reingefahren und ich habe bis ganz kurz vorm Schloss noch geschlafen, weil wir heute so früh gekommen sind. Dann habe ich rausgeguckt und dieses Schloss gesehen und dachte: Es sieht aus wie bei Disney. Ich bin sehr dankbar, dass wir hier sein dürfen.“

Wetter wird nachträglich „sonniger“ gemacht

Auch Katharina Groth vom Schweriner Stadtmarketing ist extra zum Set gekommen. Sie verspricht sich viel von der Märchenfilmproduktion. „Wir erhoffen uns natürlich Aufmerksamkeit“, betont sie. Das Schweriner Schloss sei besonders gut für Märchen-Drehs geeignet. Sie wolle, dass Schwerin bekannter werde, damit möglichst viele Menschen die Stadt besuchen.

Traurig ist sie über den regenverhangenen Himmel, der das Schweriner Schloss und den blühenden Schlossgarten trübe dastehen lässt. Aber Aufnahmeleiter Marco Kossinna kann sie beruhigen, Wetterwechsel sei schwierig, Dauerregen aber kein Problem. „Für das Wetter kann ja kein Mensch was“, sagt er. Es sei zwar alles ein bisschen dunkel, aber das könne man im Film aufhellen.

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„In die Sonne schauen“ hat den Preis der Jury beim Festival gewonnen, der Deutschlands Oscar-Hoffnung war. Filip Schnack spielt darin mit.

Schweriner Schloss zu Weihnachten 2027 im Märchenfilm

Das Team ist gut im Zeitplan. Insgesamt sind 15 Produktionstage für den Film angesetzt, für den Drehort Schweriner Schloss sind alle extra von Hamburg nach Mecklenburg-Vorpommern gekommen, sagt NDR-Märchenfilm-Redakteur Ole Kampovski.

„MV ist eines unserer liebsten Bundesländer. Ich glaube, dass wir in MV gemessen an der Bevölkerungsgröße des Bundeslandes am meisten drehen im gesamten NDR Sendegebiet“, erklärt er und sagt auch warum: wunderschöne Landschaften, tolle Leute, tolle Geschichten und immer wieder Überraschungen. „MV ist ein Bundesland, das so viele Facetten hat, ob das jetzt die Ostseeküste ist oder die Seenplatte oder so tolle Gebäude wie hier in Schwerin.“

Und so wird es diesmal nicht wie bislang das Ahrensburger, sondern das Schweriner Schloss sein, dass zu Weihnachten 2027 auf den Bildschirmen der Märchenfans in ganz Deutschland erstrahlt.

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