Er ignorierte Anhaltessignale – und dann raste er los: Ein 49-jähriger Gelsenkirchener leistete sich am Samstagabend (16. Mai) gegen 22.10 Uhr eine lange und brisante Verfolgungsjagd mit der Polizei. „Dem glücklichen Zufall war es zu verdanken, dass im Verlauf keine Unbeteiligten gefährdet wurden oder zu Schaden kamen“, teilte die Polizei mit.
Eine Streifenwagenbesatzung wollte einen Seat mit Recklinghäuser Kennzeichen auf der Vinckestraße in Buer anhalten und kontrollieren, da die Kennzeichen als gestohlen zur Fahndung ausgeschrieben waren. Der 49-jährige Gelsenkirchener mit deutscher Nationalität am Steuer hielt aber nicht an und fuhr stattdessen auf die Autobahn 52 Richtung Marl auf.
Verfolgungsjagd über Straßen in Gelsenkirchen und Marl
„Auch nach Einschalten von Blaulicht und Martinshorn stoppte der Fahrzeugführer nicht, sondern flüchtete, teilweise mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit über Gelsenkirchener und Marler Straßen“, schreibt die Polizei in einer Pressemitteilung.
Das Fahrzeug des Flüchtenden wurde kurzzeitig mit einem Streifenwagen blockiert, der Flüchtende rammte aber den Wagen der Polizei und setzte die Flucht fort. Trotz Unterstützung der Polizei aus Recklinghausen dauerte die Verfolgungsfahrt fast eine halbe Stunde. Letztendlich baute er auf Marler Stadtgebiet einen Unfall und kam zum Stehen.
Verfolgungsfahrt: Im Fahrzeug saß noch ein 22-jähriger Gelsenkirchener
Der Fahrer versuchte noch, per Fuß zu fliehen, konnte dann aber ohne Widerstand gefesselt werden. Im Fahrzeug befand sich zudem ein 22-jähriger Deutscher aus Gelsenkirchen. Beide Personen blieben unverletzt.
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Es stellte sich heraus: Das Fahrzeug des 49-Jährigen war nicht zugelassen, die Kennzeichen gestohlen. Der Fahrzeugführer war außerdem nicht im Besitz der erforderlichen Fahrerlaubnis und befand sich unter dem Einfluss von Medikamenten und Alkohol.
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Das Fahrzeug hat die Polizei sichergestellt. Der Streifenwagen wurde bei der Kollision leicht beschädigt, alle Beamten blieben unverletzt. Der 49-Jährige muss nun mit einem Strafverfahren rechnen. Nach der Maßnahme wurden er und sein Begleiter erst einmal entlassen.