Europa hat entschieden: Bulgarien gewinnt den Eurovision Song Contest. Damit sorgt Dara für einen historischen Moment und holt den Wettbewerb erstmals in ihr Heimatland. Für Deutschland verläuft der Abend hingegen erneut enttäuschend. Sarah Engels konnte Europa mit ihrem ESC-Song „Fire“ nicht überzeugen und erreicht lediglich Platz 23.
Bleibt die Frage: Für wen hat Deutschland selbst im Voting gestimmt?
So hat Deutschland im ersten ESC-Halbfinale abgestimmt
Beim Eurovision Song Contest besteht das Punktesystem zu gleichen Teilen aus Jury- und Publikumswertungen. Jedes teilnehmende Land vergibt seine Punkte daher doppelt: einmal über eine professionelle nationale Jury und einmal über das Televoting der Zuschauerinnen und Zuschauer. Im Finale werden zusätzlich auch die Stimmen bereits ausgeschiedener Länder berücksichtigt, in einigen Fällen ergänzt durch ein internationales „Rest of the World“-Voting. Dabei gilt eine klare Regel: Für das eigene Land darf nicht gestimmt werden.
Laut „esc-kompakt.de“ hat die deutsche ESC-Fachjury im ersten Halbfinale so abgestimmt:
- 12 Punkte: Polen
- 10 Punkte: Finnland
- 8 Punkte: Kroatien
- 7 Punkte: Israel
- 6 Punkte: Schweden
- 5 Punkte: Griechenland
- 4 Punkte: Montenegro
- 3 Punkte: Litauen
- 2 Punkte: Belgien
- 1 Punkt: Moldau
Die deutschen Televoter haben im ESC-Halbfinale hingegen folgendermaßen gevotet:
- 12 Punkte: Israel
- 10 Punkte: Polen
- 8 Punkte: Griechenland
- 7 Punkte: Moldau
- 6 Punkte: Kroatien
- 5 Punkte: Serbien
- 4 Punkte: Finnland
- 3 Punkte: Litauen
- 2 Punkte: Portugal
- 1 Punkt: Estland
Als Teil der sogenannten „Big Five“ im Eurovision Song Contest – gemeinsam mit Frankreich, Italien, Spanien und dem Vereinigten Königreich – ist Deutschland automatisch für das Finale qualifiziert. Dafür ist das deutsche Stimmrecht in den Halbfinals begrenzt: Es darf jeweils nur in einem der beiden Halbfinale abgestimmt werden. 2026 lag dieses Votum im ersten Halbfinale.