Newsblog zum Krieg in der Ukraine

Tausend Kilometer entfernt: Drohne trifft russisches Kriegsschiff

Aktualisiert am 17.05.2026 – 16:09 UhrLesedauer: 31 Min.

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Das Patrouillenboot „Swetljak“ der russischen Marine. (Archivbild) (Quelle: Eugene Sergeev/imago)

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Ukrainische Drohnen greifen Moskaus Versorgung an. Kiews Drohnen erreichen auch einen Rückzugsort von Putins Kriegsmarine. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Ukraine versenkt russisches Küstenboot im Kaspischen Meer

Die Ukraine hat nach eigenen Angaben ein russisches Patrouillenboot „Swetljak“ im Kaspischen Meer mit einer Drohne versenkt. In einem vom Chef der ukrainischen Drohnenstreitkräfte, Robert Browdi, veröffentlichten Video ist zu sehen, wie ein Boot von einem unbemannten Flugobjekt getroffen wird. Browdi gab die Distanz zum Ziel mit 986 Kilometern an.

Das Kaspische Meer dient Russland im Ukrainekrieg als strategischer Rückzugsraum für seine Kriegsflotte, als sichere Abschussbasis für Marschflugkörper.

Ein Bild der ukrainischen Armee: Die Ukraine hat nach eigenen Angaben im Mai 2026 vier russische Kriegsschiffe im Kaspischen Meer versenkt.Vergrößern des BildesEin Bild der ukrainischen Armee: Die Ukraine hat nach eigenen Angaben im Mai 2026 vier russische Kriegsschiffe im Kaspischen Meer versenkt. (Quelle: SBS)

Nach ukrainischen Angaben ist die „Swetljak“ bereits das vierte russische Kriegsschiff, das in diesem Monat im Kaspischen Meer durch eine ukrainische Drohne versenkt wurde. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Selenskyj äußert sich zu Angriffen auf Moskau

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat dem Geheimdienst SBU sowie den Streitkräften der Ukraine für die Angriffe auf die Region Moskau gedankt. Die Drohnenattacken auf mehrere Industrieanlagen in dem Gebiet nannte Selenskyj „Langstreckensanktionen“. Weiter schrieb Selenskyj auf der Plattform X: „Unsere Reaktionen auf die Verlängerung des Krieges durch Russland und dessen Angriffe auf unsere Städte und Gemeinden sind vollkommen gerechtfertigt.“ Russland müsse den Krieg beenden.

„Ich bin dem Sicherheitsdienst der Ukraine und allen Verteidigungskräften der Ukraine für ihre Präzision dankbar“, so Selenskyj weiter. Die Entfernung der Ziele zur Staatsgrenze der Ukraine betrage über 500 Kilometer. Außerdem sei die Konzentration der russischen Flugabwehr in der Region Moskau am höchsten. „Aber wir überwinden sie“, triumphierte Selenskyj.

Kolumne „Russendisko“: Das muss dem Kreml entgangen sein

Widerspruch hört Wladimir Putin gar nicht gern, das Regime durchforstet deswegen auch Bücher nach „verdächtigen“ Inhalten. Doch da werden Putins Schergen den Kürzeren ziehen, meint Wladimir Kaminer.

Ukrainische Drohnenangriffe erschüttern Moskaus Ölanlagen

Ukrainische Drohnen haben in der Nacht zum Sonntag offenbar mehrere strategische Ziele im Großraum Moskau getroffen. Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums wurden zwar mehr als 550 Drohnen abgefangen, dennoch kam es laut Berichten zu Bränden an wichtigen Industrie- und Energieanlagen. So melden es etwa die Telegramkanäle „Astra“ und „Exilenova+“. Stimmen die Angaben, wäre es der bisher wohl größte ukrainische Drohnenangriff auf Russland.

Moldaus Präsidentin warnt vor neuem Putin-Erlass

Die moldauische Präsidentin Maia Sandu warnt davor, dass Kremlchef Putin sein Dekret zur Vereinfachung des Prozesses für eine leichtere Einbürgerung von Bewohnern Transnistriens für eine versteckte Mobilisierung nutzen könnte. „Sie brauchen wahrscheinlich mehr Leute, die sie in den Krieg in der Ukraine schicken können“, zitiert das Portal „The Kyiv Independent“ Sandu nach einer Rede auf einer Konferenz in Tallinn. Dabei hätten sich zuletzt mehr Menschen aus Transnistrien für den moldauischen als für den russischen Pass entschieden.