Jubel von Felix Klaus

Stand: 17.05.2026 • 17:49 Uhr

Die SpVgg Greuther Fürth hat den Abstiegskrimi in der 2. Fußball-Bundesliga gegen Fortuna Düsseldorf gewonnen, sich damit selbst in die Relegation gerettet und die Gäste in die 3. Liga geschossen.

Beim 3:0 im Sportpark Ronhof trafen Felix Klaus (2. Minute), Elias Egouli (Eigentor, 16.) und Noel Futkeu (36.) für das „Kleeblatt“. Durch den Sieg sprang das Team von Trainer Heiko Vogel auf den Relegationsplatz und spielt gegen Rot-Weiss Essen um den Klassenerhalt.

Die Düsseldorfer, die eigentlich um den Aufstieg mitspielen wollten, müssen als 17. in die dritte Liga absteigen. Bitter ist das auch für Trainer Alexander Ende. Der betreute mit Preußen Münster und der Fortuna in dieser Saison zwei Teams – beide stiegen ab.

Kniffelige Ausgangslage zwischen Fürth und Düsseldorf

Die Ausgangslage im Nervenspiel war klar. Vor dem letzten Spieltag lag Fürth auf einem direkten Abstiegsplatz und brauchte wegen des schlechteren Torverhältnisses einen klaren Sieg mit drei Toren Unterschied gegen Düsseldorf. Zudem war das „Kleeblatt“ auf Berliner Schützenhilfe in Bielefeld angewiesen. Die Fortuna konnte mit einem Sieg die Klasse sichern, bei einem Remis hätte man ebenfalls nach Bielefeld schauen müssen. Und bei einer klaren Pleite drohte der direkte Abstieg. Mitten drin im Abstiegskampf war auch noch Eintracht Braunschweig.

Klaus bringt Fürth früh in Führung

Es waren noch keine zwei Minuten gespielt, da zappelte der Ball auch schon im Düsseldorfer Tor. Einen langen Abschlag von Silas Prüfrock verlängerte Futkeu mit dem Kopf, über Sayf Ltaief und Luca Itter kam der Ball in die Mitte zu Klaus, der frei vor dem Tor nicht lange fackelte.

Der Fortuna war die Nervosität anzumerken. Nur wenige Minuten später hatte Ltaief erhöhen können, sein Schuss wurde aber nach schönem Zuspiel von Klaus so gerade noch gemeinschaftlich von Tim Oberdorf und Elias Egouli geblockt.

Düsseldorfs Egouli fälscht Ball ins eigene Tor ab

Dann fiel es doch, das 2:0. Bei einem Konter ging Klaus auf der rechten Seite auf und davon und umkurvte gleich mehrere Gegenspieler, seine scharfe Flanke wurde von Egouli abgefälscht und landete unhaltbar für Fortuna-Torwart Florian Kastenmeier im kurzen Eck.

Ein 2:0 würde den Fürthern nicht reichen, die spielten deshalb weiter nach vorne. Nach einem Schuss von Branimir Hrgota klatschte der Ball an den Pfosten.

Fortuna desolat, Futkeu legt für Fürth nach

Die Fortuna ließ so ziemlich alles vermissen, was es im Abstiegskampf braucht. Das 3:0 fiel zwangsläufig. Und wieder ging es über Klaus, den die Gästeabwehr überhaupt nicht in den Griff bekam. Dessen scharfe Flanke setzte Futkeu am langen Pfosten mit dem Kopf ins Tor. Weil Futkeu und Ltaief im Anschluss noch gute Konterchancen liegenließen, war die Fortuna mit dem 0:3 zur Pause noch gut bedient. Zur Halbzeit waren die Düsseldorf auf den Relegationsplatz abgerutscht und Fürth hatte sich auf Rang 15 gerettet.

Düsseldorf nach der Pause stärker

Fortuna-Trainer Ende brachte zur Pause mit Christian Rasmussen, Satoshi Tanaka und Jordi Paulina drei neue Spieler. Und tatsächlich kamen die Gäste besser ins Spiel. Im letzten Drittel fehlte es aber an Ideen und an Durchschlagskraft. So traf Rasmussen in der 53. Minute nur das Außennetz. Die Fürther zogen sich derweil zurück und lauerten auf Umschaltmomente.

Enorme Spannung am Ronhof, Fürth im Pech

Die Partie war enorm spannend, denn nur ein einziges Tor konnte zwischen Abstieg und Relegation entscheiden. Und dann waren die Düsseldorfer mächtig im Glück. Nach einem Foul an Hrgota zeigte Schiedsrichter Harm Osmers auf den Elfmeterpunkt, doch der Stürmer hatte zuvor knapp im Abseits gestanden. Wenig später tauchte Klaus bei einem Konter frei vor dem Fortuna-Tor auf, setzte den Ball aber ans Außennetz. Dann traf Futkeu, doch auch der Treffer zählte wegen einer knappen Abseitsstellung nicht. Ein weiteres Tor hätte den Fürthern in der Endabrechnung zu Platz 15 und dem direkten Klassenerhalt gereicht.

Zehn Minuten vor Schluss ging die Fortuna ins Risiko, ein einiges Tor fehlte den Rheinländern. Doch ihnen lief die Zeit davon. Fürth überstand die Abwehrschlacht, und am Ende reichte es nicht mehr für die Düsseldorfer.

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