Kolumne „Russendisko“: Das muss dem Kreml entgangen sein

Widerspruch hört Wladimir Putin gar nicht gern, das Regime durchforstet deswegen auch Bücher nach „verdächtigen“ Inhalten. Doch da werden Putins Schergen den Kürzeren ziehen, meint Wladimir Kaminer.

Ukrainische Drohnenangriffe erschüttern Moskaus Ölanlagen

Ukrainische Drohnen haben in der Nacht zum Sonntag offenbar mehrere strategische Ziele im Großraum Moskau getroffen. Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums wurden zwar mehr als 550 Drohnen abgefangen, dennoch kam es laut Berichten zu Bränden an wichtigen Industrie- und Energieanlagen. So melden es etwa die Telegramkanäle „Astra“ und „Exilenova+“. Stimmen die Angaben, wäre es der bisher wohl größte ukrainische Drohnenangriff auf Russland.

Moldaus Präsidentin warnt vor neuem Putin-Erlass

Die moldauische Präsidentin Maia Sandu warnt davor, dass Kremlchef Putin sein Dekret zur Vereinfachung des Prozesses für eine leichtere Einbürgerung von Bewohnern Transnistriens für eine versteckte Mobilisierung nutzen könnte. „Sie brauchen wahrscheinlich mehr Leute, die sie in den Krieg in der Ukraine schicken können“, zitiert das Portal „The Kyiv Independent“ Sandu nach einer Rede auf einer Konferenz in Tallinn. Dabei hätten sich zuletzt mehr Menschen aus Transnistrien für den moldauischen als für den russischen Pass entschieden.

imago images 0838792727Vergrößern des BildesMoldaus Präsidentin Maia Sandu (Archivbild): Putin könnte Bürger Transnistriens für den Krieg rekrutieren, warnt sie. (Quelle: IMAGO/Firas Abdullah / Pool / Bestimage/imago)

Transnistrien ist eine abtrünnige Region im Osten Moldaus an der Grenze zur Ukraine, die seit Anfang der 1990er-Jahre weitgehend unter russischer Kontrolle steht. Einem Erlass des Kremlchefs vom Freitag zufolge sollen Einwohner von Transnistrien ab 18 Jahren russische Staatsbürger werden können, auch wenn sie nicht – wie sonst gefordert – fünf Jahre in Russland gewohnt haben. Der Kreml in Moskau veröffentlichte das Dokument.

Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj verurteilte das Dekret: „Dieser Schritt ist vielsagend und bedeutet nicht nur, dass Russland auf diese Weise nach neuen Soldaten sucht, da die Staatsbürgerschaft Wehrpflicht mit sich bringt.“ Es sei auch ein Zeichen dafür, dass Russland das Gebiet Transnistriens als sein eigenes beanspruche. Kiew wolle gemeinsam mit der moldauischen Regierung Maßnahmen erarbeiten, um darauf zu reagieren.

Russland-Experte hält baldigen Angriff auf Westen für unrealistisch

Immer wieder warnen Experten vor einem baldigen Angriff Russlands auf die Nato. Matthias Uhl tritt dem entgegen: Manche der Experten würden zu Dramatisierungen neigen und Putin überschätzen.

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