Miron Muslic: „Momente für die Ewigkeit“
Die Stimmen nach dem Spiel gegen Braunschweig


Sport-Redakteur

Trainer Miron Muslic hat den FC Schalke 04 in die Bundesliga geführt.


Trainer Miron Muslic hat den FC Schalke 04 in die Bundesliga geführt. © KROEGER/RHR-FOTO

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Ein Spiel, zwei Gefühlswelten: Eintracht Braunschweig hat am 34. Spieltag auf Schalke zwar mit 0:1 verloren – und trotzdem den Klassenerhalt perfekt gemacht. „Normalerweise sind wir mit einer Niederlage nicht zufrieden“, sagte Trainer Lars Kornetka, „aber wenn es bedeutet, dass wir die Klasse halten, ist es genau das, was wir angestrebt haben.“ Der 34-Jährige verwies auf eine angepasste Grundordnung, schnelle Spieler für Umschaltmomente gegen die hohe Schalker Kette – und darauf, dass sein Team Phasen überstehen musste: Schalke habe Chancen in Qualität und Menge gehabt, Braunschweig brauchte „einen guten Torwart“ und „ein bisschen Spielglück“, um im Spiel zu bleiben.

Kornetka machte den Schlüssel der Rettung an der Entwicklung seit seiner Übernahme fest: Die Mannschaft sei physisch auf hohem Niveau gewesen, entscheidend sei aber gewesen, gegnerische Chancen „im Allgemeinen zu reduzieren“ und mehr Kontrolle zu gewinnen. Auch die Informationslage auf der Bank spielte eine Rolle: Ergebnisse von anderen Plätzen seien bewusst weitergegeben worden – „sonst naiv“. Spürbar sei das auch an den rund 6.000 mitgereisten Fans gewesen.

Auf der anderen Seite zog Schalkes Cheftrainer Miron Muslic nach dem letzten Auftritt einer außergewöhnlichen Saison ein emotionales Fazit. Sein Team sei „der verdiente Meister“, getragen von Fans, Staff und einer „klaren Idee“ – inklusive emotionaler Kontrolle über elf Monate. Für Kenan Karaman, als Spieler der Saison ausgezeichnet, fand Muslic klare Worte: absolut verdient, Sinnbild der Schalker Spielzeit. Nun wartet die nächste XXL-Aufgabe: Bundesliga. Zunächst aber: Pause – und genießen.