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Hertha hat den nächsten Tiefpunkt erreicht. Das 1:6 in Bielefeld ist eine sportliche Schande! Der vermeintliche Aufstiegskandidat wurde beim Fast-Absteiger 1:6 auseinander genommen. Trainer Stefan Leitl wurde von seiner Mannschaft gnadenlos im Stich gelassen. Eine Abstimmung mit den Füßen war es – gegen Leitl.
60 Minuten nach Abpfiff waren im Social-Media-Pranger Instagram rekordverdächtige 1.500 Kommentare eingegangen. Die Mehrheit der User forderte: „Leitl raus! Sportdirektor Benjamin Weber raus!“ Wer will es den Fans verdenken? Die Schande von Bielefeld zeigt schmerzhaft Leitls und Webers Versagen.
Deutlich wurde: Kein Spieler geht für Leitl durchs Feuer. Die Profis spielen mal besser, meistens allerdings schlechter – und eine grundlegende Entwicklung zum Besseren ist nicht zu erkennen. Wie will Hertha mit dieser Substanz und derart spielerischer Armut jemals aufsteigen?
Den strukturlosen Kader hat Sportdirektor Weber über drei Jahre zusammengebastelt. Mit welcher Idee? Nicht zu erkennen! Ein paar teure Altgediente, ein paar Spieler, die ihre Karriere bei Hertha beenden dürfen, ein paar Leihspieler, die keinen Unterschied ausmachen, ein paar ehemalige Hertha-Talente, die aber, sobald sie ein paar gute Ansätze zeigen, möglichst schnell den Klub verlassen wollen.
Im Trainer-Jargon gibt es den Spruch: „Der sieht den ersten Schnee nicht.“ Damit sind Coaches gemeint, die noch vor Oktober/November rausfliegen. Leitl steht auf dieser Liste seit dem Bielefeld-K.o. auf Platz 1. Wie Hertha im Sommer Aufbruchsstimmung erzeugen will, eine bessere Zukunft mit Leitl und Weber gestalten möchte, ist schleierhaft. CEO Peter Görlich hat diesem Duo früh die Weiterbeschäftigung garantiert. Zu früh?